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Nach 26 Jahren: Christinas Mörder zu acht Jahren Haft verurteilt

Nach 26 Jahren: Christinas Mörder zu acht Jahren Haft verurteilt

Verurteilung nach Jugendstrafrecht

Vor mehr als 26 Jahren wurde die neunjährige Christina in Osnabrück vergewaltigt und anschließend erstickt. Jetzt hat das Landgericht den 46-jährigen Täter zu einer Jugendstrafe von acht Jahren verurteilt. Das Sexualdelikt ist inzwischen verjährt.

Christinas Mord: Täter zu acht Jahren Haft verurteilt
Das Landesgericht Osnabrück hat den 46-jährigen Täter zu einer Jugendstrafe von acht Jahren verurteilt.
dpa, Friso Gentsch

Der geständige Mann hatte im November 1987 die Grundschülerin auf ihrem Weg zur Schule abgefangen und nach einer Vergewaltigung ermordet. Aufgrund von Fortschritten bei der DNA-Analyse konnte der Täter im vergangenen Jahr ermittelt werden.

"Zutiefst sinnlose und unerklärliche Tat"

"Es war eine zutiefst sinnlose und unerklärliche Tat", sagte der Vorsitzende Richter. Dem Angeklagten hielt die Kammer jedoch zu Gute, dass er den Mord öffentlich gestanden hat. Nach dem Tod der Mutter kam er als Kind in Pflegefamilien und Jugendhilfeeinrichtungen. Er hatte Probleme, seine Gefühle auszudrücken und entwickelte eine Zeit lang sexuelle Identitätsprobleme, sagte der Richter. Daher sei er nach dem Jugendstrafrecht zu verurteilen. Gleichwohl sei er psychiatrischen Gutachten zufolge zur Tatzeit voll schuldfähig gewesen.

Weil der Angeklagte zur Tatzeit 19 Jahre alt war, wurde er nach dem Jugendstrafrecht von 1987 verurteilt. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten acht Jahre, die Verteidigung sechseinhalb Jahre Haft gefordert.