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Mysteriöser Krankheitsfall: Vierjährige stirbt in Italien an Malaria

Mysteriöser Krankheitsfall: Vierjährige stirbt in Italien an Malaria

Die Ärzte stehen vor einem Rätsel: Wo hat sie sich mit Malaria angesteckt?

In Italien ist es zu einem tragischen Todesfall gekommen: Eine Vierjährige ist an Malaria gestorben. Doch niemand weiß, wie das Mädchen sich mit der Tropenkrankheit angesteckt haben konnte.

Mysteriöse Ansteckung: Mädchen lag mit zwei an Malaria erkrankten Mädchen im Zimmer

Eigentlich ist Malaria eine Tropenkrankheit, die durch einen Stich einer bestimmten Mückenart übertragen wird. Diese Mücke gibt es in Italien nicht - also da, wo die Vierjährige mit Malaria infiziert wurde. Denn Sofia war, wie ihre Eltern beteuerten, nie in ein Tropenland gereist. Den Sommer über war das Kind in der nordostitalienischen Region Venetien - also auch innerhalb Italiens und das gilt seit 1962 als malariafrei.

Die Vierjährige wurde eigentlich wegen einer beginnenden Diabetes ins Krankenhaus gebracht. Dort hatte das Mädchen Kontakt mit zwei anderen Kindern, die sich in Afrika mit Malaria infiziert hatten.

Aber eigentlich wird die Krankheit nur durch die Mücken übertragen und nicht direkt von Mensch zu Mensch. Nachdem die Ärzte die Krankheit während des Krankenhausaufenthalts feststellten, war es schon zu spät. Sofias Gesundheitszustand verschlechtere sich so schnell, dass das Mädchen nicht mehr gerettet werden konnte.

Die Ärzte vermuten nun, dass eine infizierte Mücke durch einen Koffer der infizierten Kinder zu Sofia gelangt sei.

Bisher ist dies aber nur eine Vermutung.

Wie können Sie sich vor Malaria schützen?

Die Ansteckung mit dem gefährlichen Malaria-Virus erfolgt normalerweise durch den Stich der weiblichen Stechmücke der Gattung 'Anopheles'. Eine Infektion kann aber auch durch verunreinigte Spritzen oder Blutkonserven geschehen. Weil der Erreger sehr wandelbar ist und sich an den Menschen anpasst, lässt er sich nur schwer bekämpfen. Daher ist es wichtig, sich vor einem Stich der Mücke zu schützen.

Beispielsweise können Moskitonetze nachts vor den Mücken schützen. Am Tage sollten Sie lange Kleidung tragen - am besten aus hellem und festem Stoff. Mücken bevorzugen nämlich dunkle Stoffe. Außerdem kann Insektenspray die Mücken zusätzlich abhalten.

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Welche Malaria-Form hat welche Symptome?

Es wird zwischen drei Malaria-Formen unterschieden:

  • Malaria tropica
  • Malaria tertiana
  • Malaria quartana

Die Inkubationszeit beträgt ein bis zwei Wochen, bei der Malaria quartana kann die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit auch mehrere Jahre dauern.

Die Symptome sind hohes Fieber, Schüttelfrost , Durchfall, Gelbsucht , Erbrechen, Gliederschmerzen und Krämpfe. Alle drei Malaria-Formen haben die gleichen Symptome, allerdings in anderem Ausmaß.

Malaria tropica

So ist für die Malaria tropica ein unregelmäßiger Fieberverlauf üblich. Es kann dadurch zu einem Befall des Nervensystems, begleitet von Krampfanfällen, Blutgerinnseln, Blutarmut und im schlimmsten Falle zu einem Schock mit Kreislaufversagen sowie Organversagen kommen. Es besteht Lebensgefahr!

Malaria tertiana

Meist ohne tödliche Bedrohung verläuft die Malaria tertiana. Erst zeigt das Fieber einen unspezifischen Verlauf, später wird es zu einem Wechselfieber im Abstand von 48 Stunden. Dabei steigt das Fieber auf 40 °C und ist begleitet von starkem Schüttelfrost.

Malaria quartana

Auch die Malaria quartana ist von Wechselfieber begleitet, allerdings in einem 72-Stunden-Rhythmus.

Kinder sind besonders gefährdet durch eine Malaria-Infektion. Sie können schnell ins Koma fallen und sterben.

Bei Infektion besteht in Deutschland eine nichtnamentliche Meldepflicht.

Zehn weitere Fakten über die Tropenkrankheit Malaria, können Sie im Video sehen.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keinen Arztbesuch.