Mysteriöser Fund: "Mumie" entpuppt sich als Plastikskelett

25. September 2013 - 18:08 Uhr

Der Schädel ist echt

Anfang August entdeckte ein zehnjähriger Junge den Sarkophag mit der vermeintlichen ägyptischen Mumie auf dem Dachboden seiner Großeltern in Diepholz. Seither wurde gerätselt. "Nach ersten Untersuchungen gibt es Hinweise, dass die Mumie 2.000 Jahre alt ist", so Staatsanwalt Lutz Gaebel Anfang September. Zwar machten Experten eine Computertomographie von der Mumie. Doch die war mit einer noch unbekannten Substanz besprüht. Rechtsmediziner konnten die Inhaltsstoffe so nicht direkt erkennen.

"Mumie" aus Diepholz entpuppt sich als Fälschung
Die vermeintliche ägyptische Mumie aus Diepholz ist nur ein Plastikskelett.
© dpa, Lutz Wolfgang Kettler

Doch jetzt ist klar: Die Mumie ist nur ein präpariertes Plastikskelett. Die mysteriöse Pfeilspitze, die im Kopf der Mumie steckte, ist in Wirklichkeit ein Kinderspielzeug. Der Schädel ist allerdings echt: "Es handelt sich vermutlich um einen Präparationsschädel, der zu medizinischen Ausbildungszwecken genutzt wir", sagte der Staatsanwalt Gaebel. Der Schädel soll nun weiter untersucht werden. Ansonsten ist der Fall für die Ermittler aber abgeschlossen.