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Myanmar: Hinter ihr läuft der Militärputsch - Lehrerin tanzt immer weiter und filmt sich dabei

Unglaubliche Bilder aus Myanmar

Lehrerin filmt sich beim Tanzen - den Militärputsch hinter ihr bemerkt sie nicht

Sportlehrerin tanzt während Militärputsch in Myanmar Umsturz live in Aerobic-Video
00:49 min
Umsturz live in Aerobic-Video
Sportlehrerin tanzt während Militärputsch in Myanmar

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Myanmar: Elektro-Beats beflügeln Sportlehrerin

Diese Videoaufnahmen sind einfach unfassbar: Während in Myanmar der Militärputsch in vollem Gange ist, tanzt eine junge Lehrerin vor der Szenerie zu elektronischer Musik. Aerobic vor Panzerwagen – wie das aussieht, zeigen wir im Video.

Aus Lautsprechern schallen Elektro-Beats, im Hintergrund läuft eine Militär-Aktion. Doch das scheint Khing Hnin Wai nicht zu bemerken. Die Sportlehrerin beim Bildungsministerium des Landes tanzt drei Minuten lang konsequent ihre Choreographie durch.

Schnell wurden Stimmen laut, es handle sich um ein Fake-Video. Angeblich soll die Frau vor einem so genannten Green-Screen getanzt haben. Experten haben das aber mittlerweile ausgeschlossen. Die Lehrerin postet später bei Facebook weitere Videos, die sie am gleichen Ort zeigten.

Regierungschefin bei Putsch festgenommen

In der Nacht zu Montag hat das Militär in Myanmar Regierungschefin Suu Kyi entmachtet. Es wurde ein einjähriger Ausnahmezustand verhängt. Eigentlich hatte die Friedensnobelpreisträgerin die Wahl mit einer absoluten Mehrheit gewonnen. Doch mit dem Putsch haben die Streitkräfte die wichtigsten politischen Posten mit Mitgliedern aus den eigenen Reihen besetzt. Das elfköpfige Kabinett besteht nur noch aus Generälen, ehemaligen hochrangigen Soldaten und Politikern einer vom Militär gestützten Partei.

Der frühere Armeechef General Min Aung Hlaing - schon lange ein Gegenspieler Suu Kyis - hat die oberste Befehlsgewalt übernommen. Das Militär war in Myanmar (ehemals: Birma) früher bereits fast ein halbes Jahrhundert an der Macht. Als Grund für den Putsch nannten sie den Verdacht des Wahlbetrugs bei der Parlamentswahl im November 2020.