Mutter und Kind am Bahnhof getrennt - Polizei als Babysitter

Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen. Foto: David Inderlied/dpa/Illustration
Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen. Foto: David Inderlied/dpa/Illustration
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01. Dezember 2021 - 14:10 Uhr

Castrop-Rauxel (dpa/lnw) - Fangen spielen und eine Kinder-Führung auf der Wache: Polizeibeamte in Castrop-Rauxel haben sich als "Babysitter in Uniform" um einen dreijährigen Jungen gekümmert, weil die Mutter beim Ausstieg aus einem Zug unfreiwillig von dem Kind getrennt worden war. Die Mutter war mit einem Kind an der Hand in Herne aus dem Regionalzug ausgestiegen und wollte gerade den Jungen im Kinderwagen nachholen, als sich die Türen schlossen und der Zug losfuhr, wie die Polizei am Mittwoch berichtete.

Die Frau habe die Polizei benachrichtigt, die Kind und Kinderwagen am nächsten Halt in Castrop-Rauxel in Obhut auf die Polizeiwache nahm. Unterwegs habe auch eine Mitreisende das Kind beruhigt.

Auf der Wache hätten sich zwei jüngere Beamte etwa eine Stunde um das Kleinkind gekümmert, bis ein Streifenwagen die Mutter mit dem anderen Kind nach Castrop-Rauxel gebracht habe, berichtete eine Sprecherin. "Das war das volle Repertoire: Streifenwagen zeigen, es gab Essen und Trinken und am Ende wurde sogar Fangen gespielt auf der Wache", sagte sie. Fazit des Vorfalls vom Dienstagabend: "Mutter und Kinder wieder glücklich vereint", wie die Polizei schrieb.

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Quelle: DPA