2019 M03 14 - 20:06 Uhr

Mutter entsetzt über die ekligen Rituale an der Schule

Über viele Jahre gab es an der Schule im mecklenburgischen Crivitz ein verstörendes Aufnahmeritual, bei dem Sechstklässler immer wieder die schwächeren Fünftklässler überwältigt und ihre Genitalien an einen Baumstamm gerieben haben.​ Als Martina* das Thema durch die Medien mitbekommt, spricht sie ihren 12-jährigen Sohn, der auch auf der Schule ist, auf das Ritual an. Dann erst erzählt Patrick von seinen eigenen Erlebnissen: Vor eineinhalb Jahren erlebte ihr Sohn das "Stängeln" täglich auf der Schule. RTL hat mit der entsetzten Mutter gesprochen. Im Interview erzählt Martina, wieso ihr es wichtig ist, die Erlebnisse ihres Sohnes an die Öffentlichkeit zu bringen.

Schüler empfinden das verstörende Ritual als normal

Bis zu diesem Zeitpunkt dachte Patrick, das Ritual sei normal und gehöre zur Tradition. Erst als er mit seiner Mutter darüber spricht, wird ihm einiges klar. Als der 13-Jährige noch selbst in der fünften Klasse war, musste er das "Stängeln" täglich mitmachen. Seiner Mutter sagte er: "Mama, wir haben auch Lehrer informiert, die es gesehen haben. Wenn uns die Lehrer nicht mal helfen, was willst du denn von zu Hause aus machen?" Das verstörende Ritual wurde an der Schule immer weitergegeben. Einige Schüler sollen die Lehrer sogar um Hilfe gebeten haben, doch nach ein paar Ermahnungen sollen sie gesagt haben, dass sie nichts mehr machen können.

Schule hat Ritual nach Aussagen der Eltern aus der Schule verbannt

Das Ritual gibt es nach Aussagen der Eltern seit Oktober 2018 nicht mehr, der Schulaufsicht sei Dank. Dennoch erhofft sich Martina, dass durch das Interview mit RTL auch andere Eltern wachgerüttelt werden und die Kinder ihre schlechten Erfahrungen mit den Eltern teilen können. Martina hat auch ihrem Sohn erlaubt, mit RTL darüber zu reden. Über das Erlebte zu sprechen soll dem 12-Jährigen gut getan haben.

*Name von der Redaktion geändert