Mutter eines Opfers des 'Sewol'-Unglücks verklagt Staat

14. Juni 2014 - 12:18 Uhr

Nach dem Untergang der Fähre 'Sewol' vor zwei Monaten vor der Südwestküste Südkoreas hat die Mutter eines der Opfer den Staat auf Entschädigung verklagt. Zugleich verlange sie Schadenersatz von der 'Sewol'-Reederei. Ihr Sohn, der sich als Schüler auf einer Exkursion befand, zählt zu den etwa 300 Todesopfern. Die Klagesumme belaufe sich auf 30 Millionen Won (umgerechnet 21.700 Euro) - sie könne aber um etwa das 20-fache steigen, wenn das Verfahren erst einmal angelaufen sei. Die Behörden hätten die Reedereien nur schlecht kontrolliert und seien deshalb mitverantwortlich für das Unglück, argumentierte die Mutter in ihrer Klage. Außerdem habe der 'Sewol'-Betreiber das Sicherheitstraining der Crew vernachlässigt.

Bei dem Unglück am 16. April kamen mindestens 292 der ursprünglich 476 Insassen ums Leben. Noch immer gelten zwölf Insassen als vermisst. Die meisten Fahrgäste waren Schüler. Nach Angaben der Ermittler war die Fähre extrem überladen.