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Mutter (43) schneidet sich beim Rasieren – und verliert ihr Bein

Tanya Czernozukow
Tanya Czernozukow: Eine Rasierverletzung führte zum Verlust ihres rechten Beines. © SWNS.com

Rasierverletzung verändert ihr Leben

Sich beim Rasieren zu schneiden, kommt schon mal vor. Und ist so nervig wie das Rasieren selbst. Doch dass eine Rasierverletzung auch lebensgefährlich werden kann, zeigt der Fall von Tanya Czernozukow: Ihr wurde wegen einer gewöhnlichen Rasierwunde ihr rechtes Bein amputiert.

Wunde vergrößerte sich um das Dreifache

Tanya Czernozukow
Tanya litt Höllenqualen, bevor ihr Bein amputiert wurde. © SWNS.com

Die 43-jährige Mutter aus Nottingham (England) schnitt sich 2014 beim Rasieren ihrer Beine. Für sie war es nur ein kleiner Schnitt, nichts weiter. Auch als sich ein Schorf bildete, dachte sie sich noch nichts dabei.

Es vergingen sechs Monate, bis sich die Größe der Wunde alarmierend verdreifachte. Ärzte behandelten die aggressive Infektion in ihrem Bein über 18 Monate – doch ohne Erfolg.

Tanya Czernozukow: "Der Schmerz war die absolute Hölle"

Tanya Czernozukow
Kurz nach ihrer Operation bekam sie einen Schock: "Es war, wie in einem Albtraum aufzuwachen." © SWNS.com

Sie probierte Cremes, Tabletten und sogar Maden – doch nichts half gegen die Infektion. Die Wunde wurde zu einem chronischen Beingeschwür. Mediziner diagnostizierten bei Tanya eine Gangrän. Häufig bedingt durch Blutunterversorgung stirbt dabei nach und nach Gewebe ab und verwest.

Deshalb unterzog sie sich einer Operation, die die Infektion stoppen konnte. Doch dann der Rückschlag: "Nach ein paar Wochen wurde es grün und schwarz von meinem Knöchel bis zum Knie", berichtete Tanya dem Online-Magazin 'SWNS.com'. "Der Schmerz war die absolute Hölle. Ich musste immer mehr Schmerzmittel nehmen. Es war ein ständiges Gefühl von Tausenden von Nadeln, die in mir steckten."

"Es sah so aus, als hätte ich einen fleischfressenden Käfer"

Tanya Czernozukow
Viele Bewegungen musste die 43-Jährige neu lernen. © SWNS.com

Die Infektion war so schlimm, dass sie gezwungen war, ihren Job als Verkäuferin aufzugeben. Weil ihre Wunde ständig nässte, trug sie eine Plastiktüte um ihr Bein. "Nach einer Weile sah es wie Wundbrand aus. Es sah so aus, als hätte ich einen fleischfressenden Käfer", erzählte sie. Ärzte diagnostizierten bei Tanya Diabetes und erklärten, das Geschwür und die Infektion könnten eine Folge der Krankheit sein.

Im April 2016 dann der Schock: Die Ärzte legten ihr nahe, das Bein amputieren zu lassen. Eine sichere Heilungschance hatten sie dem Bein nicht geben können. Nach monatelangen Qualen fasste Tanya den schwerwiegenden Entschluss: "Ich kam an den Punkt, den Ärzten zu sagen 'Macht es weg. Ich will, dass es weg ist'."

Tanya lässt sich nicht unterkriegen

Tanya Czernozukow
Tanya bleibt tapfer. Ihr nächstes Ziel: Auto fahren! © SWNS.com

"Als erstes bekam ich einen Schock. Es waren nur noch Zentimeter von meinem Bein übrig. Es war, wie in einem Albtraum aufzuwachen." Fünf Monate verbrachte die 43-Jährige im Krankenhaus. Es folgte ein langer Lernprozess: aufrecht sitzen, mit einem Stock gehen – viele Bewegungen musste sie neu lernen.

Doch unterkriegen lässt sich Tanya nicht: "Ich möchte wieder arbeiten gehen. Das ist der nächste Schritt in meinem Leben." Außerdem möchte sie bald eine Beinprothese bekommen, um wieder Auto fahren zu können.

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