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Mutmaßlicher Schalla-Mörder Ralf H. wieder vor Gericht in Münster

Ralf H. doch nicht abgetaucht

Mutmaßlicher Schalla-Mörder wieder vor Gericht

Mutmaßlicher Schalla-Mörder wieder vor Gericht Ralf H. doch nicht abgetaucht
02:23 min
Ralf H. doch nicht abgetaucht
Mutmaßlicher Schalla-Mörder wieder vor Gericht

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Ralf H. – der mutmaßliche Mörder von Nicole Schalla – steht seit heute wieder vor Gericht. Das Amtsgericht Münster soll darüber entscheiden, ob der 56-Jährige in Zukunft eine elektronische Fußfessel tragen muss. In der vergangenen Woche verpasst Ralf H. seinen ersten Anhörungstermin. Versetzt so die Behörden in Aufruhr. Die gehen zunächst davon aus, dass sich der Mann abgesetzt hat. Tatsächlich hat Ralf H. das erste Schreiben nicht erhalten. Das wurde an eine alte Meldeadresse geschickt. Der 56-Jährige lebt dort schon seit knapp zwei Jahren nicht mehr.

Urteil nach über 25 Jahren

Im Januar verurteilt das Landgericht Dortmund Ralf H. wegen Mordes an Nicole Schalla. 1993 soll er die damals 16-Jährige auf dem Weg nach Hause missbraucht und erwürgt haben. Erst 25 Jahre später führt eine DNA-Spur zu Ralf H. 2021 wird er zu lebenslanger Haft verurteilt. Trotzdem bleibt der Mann auf freiem Fuß: Denn der erste Prozess verzögert sich - deshalb wird der Angeklagte aus der Untersuchungshaft entlassen. Nach dem Urteil im zweiten Prozess, geht Ralf H. in Revision. Erst wenn der Bundesgerichtshof das Mordurteil bestätigt, wird es rechtskräftig. Bis dahin bleibt der 56-Jähirge frei.

Fußfessel - ja oder nein?

Das Gericht sieht im Januar keine Fluchtgefahr. Ralf H. verlässt den Saal als freier Mann. Zu wenig Kontrolle für das Polizeipräsidium Münster. Das will den mutmaßlichen Mörder mit einer elektrischen Fußfessel überwachen.

Entschieden wird das heute aber nicht.