Mutmaßlicher islamistischer Kämpfer steht vor Gericht

Eingang des Oberlandesgerichts in Celle. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild
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20. Februar 2020 - 15:40 Uhr

Ein mutmaßlicher islamistischer Kämpfer muss sich seit Donnerstag wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor dem Oberlandesgericht Celle verantworten. Der 33 Jahre alte Syrer soll sich in seiner Heimat zwischen 2013 und 2014 an Kämpfen und Patrouillendiensten beteiligt haben. Der Mann kam 2015 als Flüchtling nach Deutschland und wurde im Juli vergangenen Jahres im Kreis Stade festgenommen. Ihm droht im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe von einem bis zu zehn Jahren.

Nach den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft soll der Mann der als Terrorvereinigung eingestuften Liwa Al-Izza Lil-lah und ihrer Vorgängervereinigung Katiba Shuhada al-Ahwaz angehört haben. Ziel dieser Kampfeinheit war der Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und die Errichtung eines Staates nach islamischem Recht. Dafür arbeitete sie auch mit der inzwischen umbenannten Al-Nusra-Front zusammen, ursprünglich ein Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida.

Quelle: DPA