Mutmaßlicher Hanau-Schütze war nicht vorbestraft

20. Februar 2020 - 16:40 Uhr

Der mutmaßliche Schütze von Hanau war nach ersten Erkenntnissen der Ermittler nicht vorbestraft. Es gebe auch keine Verfahren mit politischem Bezug gegen ihn, teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mit. Aus Videos und Dokumenten des mutmaßlichen Schützen ergäben sich "gravierende Indizien für einen rassistischen Hintergrund der Tat".

Der 43-Jährige habe nach bisherigen Ermittlungen am Mittwochabend zunächst neun Menschen im Alter von 21 bis 44 Jahren erschossen. Unter ihnen seien sowohl ausländische als auch deutsche Staatsangehörige. Nach der Tat seien er und seine 72 Jahre alte Mutter tot in einer Wohnung gefunden worden. Neben den Leichen habe eine Schusswaffe gelegen. Der Vater war den Angaben zufolge äußerlich unverletzt. Die Bundesanwaltschaft führt ihn nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nicht als Beschuldigten.

Quelle: DPA