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Mutmaßlicher Drogendealer angeklagt

Ein hölzerner Richterhammer
Mit einem Richterhammer wie diesem wird auch in diesem Prozess Recht gesprochen. Foto: U. Deck/Archiv © deutsche presse agentur

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hat einen mutmaßlichen Drahtzieher eines internationalen Drogenrings angeklagt. Der 42-Jährige soll in den Jahren 2010 und 2011 in zwei Geschäfte mit Kokain beziehungsweise Metamphetamin verwickelt gewesen sein, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

2010 übergab er laut Anklage einer Frau aus Schwäbisch Hall im spanischen Valencia mindestens 100 Gramm Kokain, die sie in mehreren Behältern verpackt verschluckt und nach Stuttgart geschmuggelt haben soll.

Derselben Frau und deren Ehemann soll der Angeklagte ein Jahr später in Paris knapp 1,5 Kilogramm Metamphetamin gegeben haben, die das Ehepaar verpackt und geschluckt haben und dann damit nach Tokio geflogen sein soll. Japanische Behörden fassten die beiden bei der Einreise mit den Drogen, ein Gericht verurteilte sie zu 8 beziehungsweise 9 Jahren Gefängnis.

Als der Angeklagte im August aus seinem Heimatland Nigeria nach Spanien einreiste, nahmen ihn spanische Behörden fest und überstellten ihn nach Deutschland. Da er seinen letzten Wohnsitz in Deutschland in einer Asylbewerberunterkunft in Schwäbisch Gmünd hatte, erhob die Staatsanwaltschaft in Ellwangen die Anklage.


Quelle: DPA

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