Mutmaßlicher Doppelmörder: Er sei friedliebend

13. Februar 2016 - 23:30 Uhr

Der mutmaßliche Doppelmörder von Diez bezeichnet sich selbst als einen friedliebenden Menschen ohne jegliche Streitlust. "Ich habe mich das letzte Mal mit elf Jahren geprügelt", sagte er vor dem Landgericht Koblenz. "Ich bin immer Streitigkeiten aus dem Weg gegangen." Schon zuvor hatte der 41-Jährige die Tatvorwürfe bestritten. Er soll im Dezember 2010 seine Ex-Geliebte, ihren Ehemann und die beiden Söhne des Paares im Haus der Familie in Diez (Rhein-Lahn-Kreis) überfallen und sie gefangen gehalten haben.

Den Ehemann habe er vergiftet, die Ehefrau sei bei einem Feuer ums Leben gekommen, das er gelegt habe, heißt es in der Anklage. Das tagelange Drama hatten nur die damals 13 und 14 Jahre alten Söhne überlebt. Am Montag wurde zwar schon mit den Plädoyers gerechnet. Zuvor stellte aber die Verteidigung neue Beweisanträge.