Mutmaßliche IS-Terrorzelle: Verdächtige in Tadschikistan

17. April 2020 - 16:20 Uhr

Im Fall der am Mittwoch in NRW zerschlagenen mutmaßlichen IS-Terrorzelle ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen zwei weitere Verdächtige. Die beiden Männer aus Tadschikistan wurden allerdings schon vor einiger Zeit in ihr Heimatland abgeschoben, wie die Deutsche Presse-Agentur in Karlsruhe am Freitag erfuhr. Zuerst hatte "Der Spiegel" darüber berichtet. Fünf Tadschiken sitzen in Untersuchungshaft, weil sie im Auftrag der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Anschläge auf US-Stützpunkte in Deutschland und einen Mord an einem Islamkritiker geplant haben sollen.

Die Verdächtigen sollen mit dem Gedanken gespielt haben, die Militärbasen mit Drohnen oder Gleitschirmen anzugreifen. Laut "Spiegel" erkundigte sich die strenggläubige Ehefrau eines der Männer 2019 telefonisch bei einer Flugschule im rheinland-pfälzischen Bitburg nach Gleitschirmkursen. Wenige Tage später habe es eine Razzia gegen das Netzwerk gegeben. Der Kurs sei nie gebucht worden.

Die Gruppe hatten scharfe Waffen und Anleitungen für den Bombenbau. Die Anschläge sollen aber nicht unmittelbar bevorgestanden haben. Vier der Männer waren am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen festgenommen worden. Der fünfte Beschuldigte saß schon vorher in U-Haft.

Quelle: DPA