Mutmaßlich rechtsextremer Reservist war in Celle stationiert

Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht am Straßenrand. Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild
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02. Juli 2020 - 19:12 Uhr

Ein des Rechtsextremismus verdächtiger Ex-Reservist der Bundeswehr war im Kreis Celle stationiert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa vom Donnerstag leistete der Mann seinen Dienst im nachgeordneten Bereich der 1. Panzerdivision im Panzerbataillon 414 in Lohheide. Sein Dienst als Reservedienst Leistender endete demnach am 26. Juni 2020. Er ist also seit vergangenem Wochenende kein Soldat mehr, sondern Zivilist. Zuvor hatten Medien berichtet, dass der Mann bei der 1. Panzerdivision in Oldenburg war.

Bei dem mutmaßlichen Rechtsextremisten wurde eine Liste mit Namen von Politikern gefunden. Was der Zweck der Liste ist und ob darin politische Gegner aufgezählt werden, muss nun geklärt werden. Einem Bericht des "Spiegel" zufolge stehen auch mehrere prominente Bundespolitiker darauf. Das Landeskriminalamt ermittelt. Bundesinnnenmister Horst Seehofer (CSU) hatte sich am Mittwoch erschüttert gezeigt. Der Fall bestätige, dass die größte Bedrohung in der Bundesrepublik der Rechtsextremismus sei.

Quelle: DPA