So funktioniert Umweltschutz

Elfenbeinküste: Diese Kinder lernen in einer Schule aus Plastik

16. November 2019 - 8:50 Uhr

Im Video: Diese Schule ist komplett aus Plastik!

Im Jahr 2050 wird es in den Weltmeeren mehr Plastikmüll als Fische geben - wenn nichts geschieht. Gerade in armen Ländern werden Plastikabfälle kaum recycelt, landen einfach auf den Straßen und in den Flüssen. Doch es geht auch anders, wie eine Schule in der Elfenbeinküste zeigt. Die besteht aus recyceltem Plastik - kein Scherz! Im Video zeigen wir, wie die Schule auszieht.

Musterprojekt von Unicef

Wenn es etwas gibt, das in der Elfenbeinküste reichlich vorhanden ist, dann ist es Plastikmüll. Auf den Straßen, in den Flüssen, überall. Täglich fallen 280 Tonnen Plastikabfall an - und das nur in der Hauptstadt. Von diesem Müll werden bislang gerade einmal fünf Prozent wiederverwertet. Es ist eine enorme Belastung für die Umwelt, aber auch eine gewaltige Rohstoffverschwendung. Ein Unternehmen aus Kolumbien will das ändern und macht aus weggeworfenen Plastik Ziegel, mit denen Unicef eine Schule in Sakassou gebaut hat. Günstig und praktisch. "Diese Klassenzimmer sind stabil genug, sicher, wasserfest, feuerfest - und sehr viel langlebiger als herkömmlich Klassenräume", sagt Norman Muhwezy von Unicef.

Über 100 Jungen und Mädchen in Sakassou können jetzt wieder lernen, in der ersten Plastikschule des Landes. Doch dabei soll es nicht bleiben. Unicef will weitere Schulhäuser in der Elfenbeinküste bauen - für mehr als 25.000 Kinder.

Die Schule aus Plastik ist ein Projekt, das den Einwohnern in der armen Gegend Mut macht, erzählen die Lehrer. Ein Projekt, das zeigt, dass Umweltschutz auch dem Menschen helfen kann.