Musliminnen sagen Alice Weidel die Meinung – so reagiert die AfD-Politikerin

22. Mai 2018 - 14:30 Uhr

Wirbel um "Burkas und Kopftuchmädchen"

Vom Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble kassierte Alice Weidel eine Rüge für ihre Rede bei der Generalaussprache zur Regierungspolitik. Die AfD-Fraktionschefin hatte "Kopftuchmädchen" in einem Atemzug mit "Messermännern" und "Taugenichtsen" genannt. Sie würden "unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern", hatte die Politikerin gesagt. Was sagen Musliminnen zu solchen Äußerungen?

"Es ist wichtig, was man im Kopf hat und nicht, was man auf dem Kopf hat"

RTL hat mehrere verschleierte Frauen angesprochen. Viele von ihnen sind in Deutschland geboren, haben hier studiert oder eine Ausbildung gemacht leisten als Steuerzahler einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Warum sie jetzt wegen ihres Kopftuchs den Sozialstaat nicht sichern sollen, verstehen die Frauen nicht.

Die Architektin Kim Zreik aus Berlin bringt es auf den Punkt: "Meiner Meinung nach ist es wichtig, was man im Kopf hat und nicht, was man auf dem Kopf hat." Was Alice Weidel zu den Aussagen der Musliminnen sagt, erfahren Sie im Video.

Erfolgloser Einspruch gegen Ordnungsruf

Nach der Geschäftsordnung des Bundestags kann der Parlamentspräsident Abgeordnete zur Ordnung rufen, wenn sie die Ordnung oder die Würde des Hauses verletzen. Schäuble (CDU) rief Weidel nach ihrer Aussage zur Ordnung und erklärte, mit der Formulierung "Kopftuchmädchen und sonstige Taugenichtse" diskriminiere sie alle Frauen mit Kopftuch. Weidels Einspruch gegen den Ordnungsruf blieb erfolglos.