Mun-Sekte veranstaltet neue Massenhochzeit in Südkorea

13. Februar 2014 - 9:54 Uhr

Zum zweiten Mal seit dem Tod des umstrittenen koreanischen Sektenführers San Myung Mun hat die von ihm gegründete Vereinigungskirche eine Massenhochzeit veranstaltet. An der Zeremonie in Südkorea nahmen 2.500 Paare aus 50 Ländern teil, wie die Bewegung mitteilte. Mun hatte sich zu Lebzeiten selber als Messias bezeichnet. Kritiker warfen ihm vor, er strebe eine Art Weltherrschaft an. Zudem gab es in den 1980er Jahren Berichte über die Isolation von Mitgliedern in religiösen Zentren.

Rund 20.000 Paare aus 194 Ländern wurden laut Angaben per Video zugeschaltet. Mun starb Anfang September 2012 im Alter von 92 Jahren. Er hatte 1954 seine sogenannte Vereinigungskirche gegründet. Zugleich schuf Mun ein Wirtschaftsimperium, das ihn zum Milliardär machte.