Schreckliche Gewalttat in Münster (NRW)

Zu laut telefoniert? 61-Jähriger ersticht Mann (33) mit Messer

Polizeischutz an der Neuen Synagoge der jüdischen Gemeinde am Paul-Spiegel-Platz in Düsseldorf *** Police protection at
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10. Mai 2020 - 21:07 Uhr

Tatverdächtiger (61) befindet sich in U-Haft

Weil der 33-Jährige am Samstagabend vor einem Wohnhaus im nordrhein-westfälischen Münster zu laut mit seinem Handy telefonierte, stach der 61-Jährige eiskalt mit einem Messer zu. Das berichten Zeugen, wie die Ermittler am Sonntag mitteilen. Der 61-Jährige wurde festgenommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Zeugen alarmierten die Rettungskräfte

In einer ersten Vernehmung habe der Beschuldigte eine Auseinandersetzung mit dem Opfer eingeräumt und ausgesagt, dass er sich gegen den Mann nur zur Wehr setzen wollte, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Gegen 22.45 Uhr am Samstagabend hatten Zeugen eine schwer verletzte Person in einem Vorgarten im Münster-Roxel gefunden und Polizei und Feuerwehr informiert. Einsatzkräfte fanden den 33-Jährigen mit schweren Stichverletzungen am Oberkörper. Trotz sofortiger Versorgung durch die Rettungskräfte erlag dieser wenige Stunden später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Drei Mal soll der 61-Jährige zugestochen haben

Zeugen berichteten von einem Streit zwischen dem Opfer und einer anderen Person. Möglicherweise sei "ruhestörender Lärm eines Telefonates des 33-Jährigen vor der Haustür eines Anwohners Grund für diese Auseinandersetzung" gewesen, erklärte der Leiter der Mordkommission, Andreas Osterhage, in einer Mitteilung. Kurz darauf hätten die Beamten den 61-jährigen Münsteraner in seiner Wohnung festgenommen.

Der Leichnam wurde bereits am Sonntagmorgen obduziert. "Ursächlich für den Tod des jungen Mannes waren drei Messerstiche in den Oberkörper. Nach den derzeitigen Ermittlungen soll der 61-Jährige das Messer aus seiner eigenen Wohnung mitgebracht haben. Zurzeit liegen uns keine Hinweise darüber vor, dass sich der Beschuldigte und der Verstorbene kannten", betonte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.