Erklärung der Südkurve München

Münchner Fan-Clubs nehmen Stellung zum Hoffenheim-Eklat

1899 Hoffenheim - Bayern München
1899 Hoffenheim - Bayern München
© dpa, Tom Weller, twr gfh

01. März 2020 - 11:55 Uhr

Plakate im Stadion zusammengestellt

Die Schmäh-Spruchbänder von Bayern-Fans gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp sind offenbar während des Spiels 1899 Hoffenheim - FC Bayern (0:6) im Gästeblock zusammengestellt worden. Das wurde aus Polizeikreisen bekannt.

Die Gäste-Fans hatten dort zuvor eine Choreographie zum 120. Vereinsjubiläum der Münchner mit vielen einzelnen Plakaten gezeigt. Einsatzpolizisten berichteten in Sinsheim, dass Fans größere Mengen an Klebebänder mit in die Arena genommen hätten - offiziell, um damit Fahnen an den Stangen zu befestigen. Diese seien aber dazu verwendet worden, um aus einzelnen Plakaten die Banner zu basteln.

Ein Zusammenschluss verschiedener Fan-Clubs unter dem Namen "Südkurve München" nahm Stellung zu den Geschehnissen in Hoffenheim.

Beleidigungen dieser Art im Fußball gang und gäbe

Die Erklärung von im Wortlaut:

"Wir haben heute in einem Spruchband das Wort "Hurensohn" verwendet. Das ist normalerweise nicht unser Sprachgebrauch, wäre per se aber auch nicht erwähnenswert. Während eines  Fußballspiels fallen solche und ähnliche Worte nämlich recht häufig. Man kann da ja beispielsweise mal bei den Fans von Borussia Dortmund nachfragen, die jedes Spiel als "BVB Hurensöhne" betitelt werden oder halt bei Timo Werner. Alternativ auch mal im eigenen Verein bei Uli Hoeneß oder Oliver Kahn, die häufig aufs übelste beschimpft wurden.

Zum großen Thema wurde das Wort erst als mit unter anderem diesem Wort auf zuspitzende, polemische Art und Weise Kritik an dem Modell Hoffenheim und dessen Protagonisten Dietmar Hopp geübt wurde.

An dieser Stelle muss man auch festhalten, dass wir unsere Kritik hieran bisher immer auf eine andere Art und Weise artikuliert haben. Herr Hopp hat unter anderem durch das verwenden Störgeräuschen, die bei einigen BVB-Anhängern Schmerzen hervorrufen, allerdings die Spirale selbst erheblich weitergedreht und einen Privatkrieg mit verschiedenen Fanszenen angezettelt.

Gegen Hass und Hetze geht es nur gemeinsam

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Fan-Vereinigung kritsiert den DFB

Dies führte über mehrere Eskalationsstufen dazu, dass das DFB-Sportgericht den Fans des BVB für zwei Spiele den Besuch der Auswärtsbegegnung bei Hoffenheim verbat. Damit hat der DFB sein Wort, zukünftig von Kollektivstrafen abzusehen gebrochen. Auch wenn uns die Strafe nicht betrifft und das Thema Hopp für uns nicht so eine starke Relevanz hat, sehen wir hierin einen Angriff auf Fanrechte im Allgemeinen. Es für uns ein Affront, den wir nicht unbeantwortet lassen können.

Man muss den Wortlaut nicht gutheißen, aber es gab für uns hierzu keine Alternative, da nur so das Thema die nötige Aufmerksamkeit erhält.

Will man zukünftig immer wenn solche Beleidigungen auf der Zuschauertribüne geäußert werden, Fußballspiele ab- oder unterbrechen, wird man keine Partie mehr über 90 Minuten spielen können. Die Unterbrechung heute war einfach nur überzogen und absurd.  Fußball bleibt dreckig - Fans bleiben rebellisch - Gegen Kollektivstrafen - Fick dich DFB!"

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