München: Neue Theorie der Ermittler

Musste Tatiana Gertsuski (16) sterben, weil sie zu viel wusste?

© dpa, -, sja gfh

26. Juli 2019 - 9:19 Uhr

Tötete der Stiefvater erst seine Frau und dann ihre Tochter?

Der mysteriöse Vermisstenfall von München: Seit 12 Tagen fehlt von Maria und Tatiana Gertsuski jede Spur. Marias Ehemann Roman H. meldete die beiden Frauen als vermisst, gab sich besorgt. Doch die Polizei glaubt ihm kein Wort. Seit Sonntag sitzt Roman H. in Untersuchungshaft. RTL kennt die Theorie der Polizei.

UPDATE: Die Polizei München sucht nach Leichen in einem Waldstück.

Ermittler in München glauben: So war es

Erst tötet Roman H. seine Ehefrau Maria. Deren Tochter Tatiana hat vermutlich alles mitbekommen. Und deshalb muss auch sie sterben. Die Staatsanwaltschaft spricht von Totschlag in Tatmehrheit mit Mord.

Zur Erklärung: Der Tod der 16-Jährigen kann als Mord gewertet werden, wenn der Deutsch-Russe damit den Tod seiner Ehefrau vertuschen wollte. Der dringend Tatverdächtige schweigt seit seiner Festnahme. 

Die Chronologie der Ereignisse

Maria und Tatiana Gertsuski verschwanden am Samstag, den 13. Juli. Sie seien in München-Perlach gemeinsam in ein Einkaufszentrum gegangen, sagte Roman H., als er die beiden bei der Polizei als vermisst meldete. An dieser Darstellung zweifeln die Ermittler, seit der Stiefvater von Tatiana Gertsuski in Verdacht geriet, Mutter und Tochter getötet zu haben.

40 Hinweise, noch keine neue Spur

Die Ermittler veröffentlichten ein Foto von Roman H. und Fotos von den Autos der Familie und baten die Bevölkerung in München um Mithilfe. Rund 40 Hinweise seien eingegangen, so die Staatsanwaltschaft. Die Auswertung habe allerdings noch keine neuen konkreten Spuren ergeben.