Wenn die Corona-Zahlen nicht unter kritische Marke sinken

München muss sich auf Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen einstellen

21. September 2020 - 13:43 Uhr

In bestimmten Innenstadtbereichen ist eine generelle Maskenpflicht geplant

Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder hatte es bereits in Aussicht gestellt, jetzt ist es offiziell: In München gilt ab Donnerstag Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen, wenn die Zahlen am Mittwoch noch immer über der kritischen Marke von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohnern liegen. Das erklärte der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter.

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München will auch Kontaktbeschränkungen verschärfen

Die verschärften Maßnahmen sollen dann vorläufig für eine Woche gelten. Dann werde überprüft, wie sich die Zahlen entwickeln. Große Bereiche der Innenstadt sind von der Regelung betroffen. Am Sonntag hatten die Corona-Zahlen in München den Wert von 55,6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche erreicht. 

Außerdem begrenzt die Stadt die Anzahl der Menschen wieder, die sich treffen dürfen - sowohl privat, als auch in der Gastronomie. Ab Donnerstag dürften sich in München nur noch fünf Personen, zwei Haushalte und Verwandte in gerader Linie. Auch auf Privatfeiern dürfen in Innenräumen nur noch 25 Personen anwesend sein. Findet die Feier draußen statt, nur noch 50. Bei anderen Veranstaltungen gelten die bisherigen Obergrenzen weiterhin, sagte Reiter.

„München hat sehr hohe Zahlen, zu hohe Zahlen“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine Maskenpflicht in München bereits in Aussicht gestellt. Er habe sehr gemischte Gefühle, etwa wenn er sich die Bilder von wilden Wiesn-Ersatzfeiern wie am Wochenende auf dem Viktualienmarkt ansehe. Daher wolle er mit der Stadt über einen Mund-Nasen-Schutz beraten, sagte der CSU-Chef am Montag dem Radiosender B5 aktuell. "Ich will keinem die Freude nehmen", sagte Söder. Aber angesichts der hohen Infektionszahlen in München sollten Freude und Vernunft besser zusammengehen.

​Zudem soll das Gesundheitsamt der Stadt künftig durch die Bundeswehr unterstützt werden. "Wir werden die Bundeswehr bitten, 100 Leute zur Verfügung zu stellen, um die Nachverfolgung zu verbessern." Am Sonntag erreichten die Corona-Zahlen in München den Wert von 55,6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Söder sprach in diesem Zusammenhang von starkem Leichtsinn einiger. "München hat sehr hohe Zahlen, zu hohe Zahlen."

Sorgen bereiteten ihm nicht professionell organisierte Veranstaltungen. "Das Problem sind die privaten Feiern", sagte er. "Wenn die Vernunft nicht hilft, dann muss gesteuert werden." Ziel sei es, den Betrieb in Schulen und Kitas bayernweit weiter zu ermöglichen und die Wirtschaft vor weiteren Einschränkungen zu bewahren.

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Quelle: dpa, RTL.de