München: Jugendliche schlagen zwei Männer brutal zusammen

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Einer der Tatorte liegt in der Nähe des Münchener Hauptbahnhofs. (Archivbild).
picture alliance / dpa, Sven Hoppe

Er wollte helfen – plötzlich war der 39-Jährige selbst das Opfer

Eine vier- bis fünfköpfige Gruppe Jugendlicher aus München hat am Freitag einen 39-Jährigen bewusstlos geprügelt. Der Mann geriet ins Visier der Bande, weil er einfach nur helfen wollte. Der 39-Jährige Lagerist war Zeuge, als die 17- bis 20-jährigen Jugendlichen eine Gruppe mutmaßlicher Asylbewerber anpöbelte.

Er schaffte es dann, dass die Jugendlichen von den vermeintlichen Asylsuchenden abließen. Aber: Den Männern gelang es, die Aktentasche des Lageristen zu klauen. Der 39-Jährige nahm deshalb die Verfolgung auf. Was ihm zum Verhängnis wurde: Die vier- bis fünfköpfige Gruppe lockte ihn in einen Hinterhof und schlug ihn mit einer Holzlatte nieder. Selbst am Boden liegend, verpasste die Gruppe ihrem Opfer weitere Fußtritte. Er fiel ins Koma, erlitt zahlreiche Verletzungen und musste noch am Freitagabend operiert werden.

37-Jähriger am selben Tag in München geschlagen

Noch gravierender dürften die Folgen für den 37-jährigen Mann sein, der - ebenfalls am Freitag und in München – Opfer einer wohl vierköpfigen Gruppe Männergruppe geworden ist. Aus bislang unbekannten Gründen verfolgte die Gruppe den Mann in der Nähe des Hauptbahnhofs. Als sie ihn einholte, schlug dem Mann ein 20- bis 30-Jähriger mit der Faust ins Gesicht. Das Opfer fiel zu Boden und landete auf dem Hinterkopf. Der 37-Jährige erlitt Einblutungen im Hirn, musste notoperiert werden und liegt seitdem im Wachkoma. Schon jetzt ist klar, dass er bleibende Schäden davonträgt.

Ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen gibt und womöglich in beiden Fällen die gleichen Täter verantwortlich waren, ist bislang nicht bekannt.