München: Achtjähriger auf Schulweg angefahren – Eltern fordern an dieser Stelle seit Jahren eine Ampel

22. Juni 2018 - 14:32 Uhr

Gefährliche Kreuzung mitten in München

Auf dem Weg zu seiner Münchner Schule muss der achtjährige Paul so wie viele weitere Schulkinder eine vielbefahrene Kreuzung in einer 50er-Zone überqueren. An der stark befahrenen Welfenstraße kurz vor seiner Schule gibt es keine Fußgängerampel, sondern nur einen Zebrastreifen. Mitten auf diesem wurde Paul von einem Auto erwischt und angefahren. Seit Jahren fordern Anwohner an dieser gefährlichen Stelle eine Ampel, doch die Stadt ist dem bisher nicht nachgekommen.

Vom Auto angefahren: Paul hat großes Glück gehabt

Paul und seine Eltern sind mit dem Schrecken davongekommen – außer einer Prellung und ein paar Schürfwunden ist dem Achtjährigen zum Glück nichts passiert. Doch das hätte auch ganz anders enden können. Eine Anwohnerin berichtet, dass sie ihre beiden Kinder gern alleine zur Schule gehen lassen würde – aber zu viel Angst hat, dass an der Kreuzung etwas passiert. Deshalb begleitet sie die beiden jeden Tag über die Straße: "Das ist eine ganz starke Einschränkung unserer Lebensqualität. Fast alle von uns hatten schon Erlebnisse, dass wir fast über den Haufen gefahren wurden."

Anwohner fordern seit Jahren eine Ampel an der Münchner Welfenstraße

Schulkinder überqueren die Kreuzung an der Welfenstraße, an der Paul angefahren wurde
Schulkinder überqueren die Kreuzung an der Müchner Welfenstraße
© RTL

Muss es hier erst zur Katastrophe kommen, bis etwas passiert? Ein Bündnis aus Anwohnern und Eltern fordert schon seit Jahren eine Ampel und Beschränkung auf Tempo 30 an genau dieser Stelle – geschehen ist bisher noch nichts. Und das trotz Unterschriftenaktionen und Flashmobs direkt auf dem Zebrastreifen. Es gäbe gefährlichere Stellen in der Stadt und eine Ampel sei hier nicht nötig, so die Kreisverwaltung bisher.

Was Paul und seine Mutter zum Unglück sagen und wie die Stadt auf den Unfall reagiert hat, sehen Sie im Video.