Vorfall sorgte für Entsetzen

Er warf Hund von der Brücke: Tierquäler aus Mülheim legt Berufung gegen Urteil ein

© Polizei Essen

7. Dezember 2019 - 17:40 Uhr

Mann wurde zu sechs Monaten Haft verurteilt

Es ist einfach unfassbar, wie herzlos manche Menschen sein können. Ein 58-Jähriger warf Ende letzten Jahres eine Hündin in die Ruhr. Zwei Frauen, die das Ganze beobachtet hatten, versuchten noch, den Hund zu retten. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte das Tier allerdings nur noch leblos aus dem Wasser ziehen. Der grausame Tierbesitzer wurde wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt. Jetzt will der 58-Jährige gegen das Urteil Berufung einlegen.

Mann war schon vorbestraft

In der Verhandlung habe der Mann angegeben, dass die Hündin sehr krank gewesen sei und man das Geld für eine fachgerechte Einschläferung nicht gehabt habe, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Mülheim nach der Urteilsverkündung. Die Freiheitsstrafe sei wegen zahlreicher Vorstrafen ohne Bewährung verhängt worden.

Rund um Weihnachten wurden im vergangenen Jahr mehrere Fälle von schlimmer Tierquälerei bekannt: Ein Mann setzte seinen Hund einfach an einer Straße aus, in Homburg wurde außerdem ein Husky-Welpe im Müll gefunden, der kurz darauf starb.