Mülheim an der Ruhr: Mann macht Lagerfeuer in Badewanne und brennt fast das ganze Haus nieder

Ein Mann machte Lagerfeuer in seiner Badewanne. Es ging gerade nochmal glimpflich aus.
© Polizei

30. November 2018 - 12:00 Uhr

Was tun gegen Kälte?

Es ist Ende November und die Kälte hat Einzug gehalten. So langsam kriecht sie auch in die letzten Winkel der Häuser. Was also tun, wenn man durchgefroren ist und auch beim Betreten der Wohnung von einem kalten Hauch empfangen wird? Ein Mann aus Mülheim an der Ruhr hatte da eine Idee: Warum mache ich mir nicht in meiner Badewanne ein schönes Lagerfeuer, um die erkalteten Gliedmaßen und die Wohnung wieder auf eine angenehme Temperatur zu bringen?

Badewanne stand auf Holzboden

Das Prinzip erfreut sich seit Jahrtausenden großer Beliebtheit und ist im Kampf gegen Kälte eine Erfolgsgeschichte. Zumindest draußen in freier Wildbahn. Also sammelte sich der Mann Holz, stapelte es in der Badewanne und machte sich ein schönes warmes Feuer. Allerdings hatte er in seine Planung einige Faktoren nicht miteinbezogen, und so endete die Aktion beinahe in einem absoluten Desaster.

Zum einen unterschätzte der Mann die Rauchentwicklung – in freier Natur ist genug Sauerstoff da, der Rauch hat unendlich Raum zum Abziehen. Zum anderen hatte er der Tatsache, dass seine Badewanne auf einem Holzboden steht, nicht genug Beachtung geschenkt. Die extreme Hitze breitete sich durch den Boden der Badewanne aus, der Boden begann zu glühen. Bald füllte sich die Wohnung im dritten Stock des Hauses mit Rauch, was schließlich die Feuerwehr auf den Plan rief. Ihr wurde ein Dachstuhlbrand gemeldet.

Feuerwehr warnt vor Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftung

Als die Feuerwehr eintraf, konnte sie mit der Polizei zusammen vier Menschen sofort aus dem Haus retten. Sie kamen mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Der Verdacht bestätigte sich glücklicherweise nicht. Das Feuer in der Wohnung konnte schnell mit einem Löschrohr gelöscht werden. Wäre hier der Brand zu spät entdeckt worden, hätte er vermutlich auf die ganze Wohnung übergegriffen.

Die Feuerwehr weist nach diesem Vorfall noch einmal dringend auf die Brandgefahren und das Entstehen tödlichen Kohlenmonoxids beim Betreiben von offenem Feuer hin. Der Fall ging zum Glück noch einmal glimpflich aus. Nächstes Mal vielleicht einfach heiß baden.