Mount Everest: Sherpa Dawa Tashi überlebte das Lawinen-Unglück

20. April 2014 - 9:56 Uhr

Suche nach Lawinen-Opfern wird fortgesetzt

Nach dem bisher schwersten Bergsteiger-Unglück am Mount Everest ist die Suche nach Lawinenopfern fortgesetzt worden. Das Wetter sei günstig, es gebe aber keine Hoffnung mehr auf Überlebende, sagte Dipendra Poudel vom Tourismusministerium. Eis- und Schneemassen hatten am Freitag nepalesische Bergführer und Träger mitgerissen. 13 der Männer wurden tot, sieben weitere lebend geborgen.

Mount Everest
Der Sherpa Dawa Tashi überlebte das Lawinen-Drama am Mount Everest.
© dpa, Narendra Shrestha

Zu ihnen gehört auch der Sherpa Dawa Tashi. Er erlitt mehrere Knochenbrüche und liegt nun auf der Intensivstation im Grande International Hospital in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Verwandte wachen geduldig an seinem Krankenbett.

Es habe an der Stelle keine Möglichkeit gegeben, vor der plötzlich abgehenden Lawine wegzurennen, schilderte ein Überlebender örtlichen Medien. "Wir haben uns zusammengedrängt, aneinander festgehalten. Aber binnen sehr kurzer Zeit waren wir alle begraben", wurde der Mann zitiert.

Mount Everest: Hunderte warten auf Aufstieg

Die Bergsteiger gehörten zu fünf großen Expeditionen. Sie waren am frühen Morgen im Basislager aufgebrochen, um die Route für zahlende Bergsteiger zu bereiten. Ehe sie Camp 1 erreichten, wo sie Zelte aufbauen und Essen einlagern wollten, wurden sie auf 5.800 Metern Höhe von der Lawine mitgerissen.

Im Basislager auf etwa 5.400 Metern Höhe warten derzeit Hunderte auf den Aufstieg. Nach Angaben der 'Himalayan Times' erhielten in diesem Jahr 334 Bergsteiger in 31 Teams die Erlaubnis, auf das Dach der Welt zu klettern. Das sind wesentlich weniger als im vergangenen Jahr. Die Regierung versucht, durch neue Regeln und Gesetze in Zukunft verrückte Rekorde zu verhindern und die Zahl der Bergsteiger am Everest zu begrenzen.