Motorschaden bei Bundeswehrschiff "Donau" im Ärmelkanal

Das Versorgungsschiff "Donau" verlässt den Marinestützpunkt Rostock-Warnemünde. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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05. April 2020 - 12:30 Uhr

Das Versorgungsschiff "Donau" der Deutschen Marine ist wegen eines Motorschadens während einer Nato-Übung ausgefallen. Das Anfang der 90er Jahre in Dienst gestellte Schiff muss nun vom Ärmelkanal nördlich von Le Havre aus in einen deutschen Hafen geschleppt werden, wie ein Marinesprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zunächst hatten die "Kieler Nachrichten" berichtet. Deren Informationen zufolge wird das Schiff vom Marineschlepper "Wangerooge" zur Reparatur nach Wilhelmshaven geschleppt.

Die "Donau" mit rund 65 Soldaten an Bord ist seit Mitte Januar Teil des ständigen Nato-Minenabwehrverbandes SNMCMG 1. Neben diversen internationalen Übungen gehört auch die Altlastenbeseitigung in Nord- und Ostsee zu einer der wesentlichen Aufgaben des Verbands. Munitionsreste aus den Weltkriegen stellen weiter eine Gefahr für die Seeschifffahrt sowie für die Meeresumwelt dar. Der Verband hat laut "Kieler Nachrichten" zuvor 38 Minen im Oslofjord gefunden. Neben der "Donau" gehören bis zu zehn Minenabwehreinheiten aus den Mitgliedstaaten der Nato zu dem Verband.

Quelle: DPA