Mordversuch vor 28 Jahren: Verdächtiger festgenommen

13. Februar 2016 - 23:02 Uhr

Gut 28 Jahre nach einem versuchten Mord in Köln hat die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Der Mann soll eine damals 17-Jährige in ihrer Wohnung überfallen und mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben. Die Ermittler kamen ihm durch seinen "genetischen Fingerabdruck" auf die Spur, wie die Polizei mitteilte. Der heute 68-Jährige war in der Vergangenheit mehrfach wegen Eigentumsdelikten aufgefallen, so dass seine DNA in der polizeilichen Datenbank gespeichert war.

Der Täter hatte der jungen Frau 1983 in einer Disco ihre Handtasche mitsamt Ausweis und Schlüsseln gestohlen. Noch in derselben Nacht drang er in die Wohnung ein, in der die 17-Jährige mit ihrer Mutter wohnte. Er fesselte und knebelte sein Opfer und versuchte, es zu vergewaltigen. Als die Jugendliche sich wehrte, stach er so heftig mit einem Messer auf sie ein, dass die Klinge abbrach. Als sie trotz ihrer Verletzungen in das Schlafzimmer ihrer Mutter laufen konnte, floh der Täter.

Das Verbrechen konnte zunächst nicht aufgeklärt werden. Doch Ende vergangenen Jahres nahmen sich die Ermittler den Fall erneut vor und untersuchten die noch vorhandenen Beweismittel. Dort fanden sie Spuren, die sie mit der DNA-Datenbank abglichen - und landeten einen Treffer. Der 68-Jährige ließ sich in seiner Kölner Wohnung widerstandslos festnehmen. Zu den Tatvorwürfen hat er bislang keine Angaben gemacht.