Mordprozess um den Tod von Lea-Sophie (†2)

Lea-Sophie wurde nur zwei Jahre alt. Verantwortlich dafür sollen ihre Mutter und deren Freund sein.
Lea-Sophie wurde nur zwei Jahre alt. Verantwortlich dafür sollen ihre Mutter und deren Freund sein.

31. Mai 2013 - 16:00 Uhr

"Kind aus nichtigem Anlass schwerste Kopfverletzungen zugefügt"

Vier Monate nach dem qualvollen Tod der zweijährigen Lea-Sophie hat in Köln der Mordprozess begonnen. Die Mutter des Mädchens ist wegen Totschlags durch unterlassene Hilfeleistung angeklagt. Ihr Lebensgefährte muss sich vor dem Landgericht wegen Mordes verantworten.

Patrik L., der erst wenige Monate zuvor bei Mutter und Kind einzogen war, soll im vergangenen Dezember komplett ausgerastet sein. "Ihm wird vorgeworfen, dass er dem Kind bereits am Dienstag aus nichtigem Anlass schwerste Kopfverletzungen zugefügt hat", sagte Andreas Frische von der Polizei Köln nach der Festnahme des Mannes. Grund war laut Anklage, dass ihm Lea-Sophie zu unruhig war und er ihr Toben und Lärmen mit dem brutalen Zuschlagen stoppen wollte.

Franziska M. ließ ihre Tochter in der Wohnung sterben

Danach lebte Lea-Sophie noch ein oder zwei Tage weiter. Doch statt ihre Tochter zu retten und einen Arzt zu holen, ließ Franziska M. ihre Tochter in der Wohnung sterben. Und sie vertuschte sogar die Tat ihres Lebensgefährten, indem sie ihr Kind nach dessen Tod bei der Polizei als vermisst meldete.

"Dass sie überfordert war, das war sie auf jeden Fall und als Typ Mensch war sie sehr zurückhaltend, in sich gekehrt", sagte Franziskas Ex-Freund Oliver Völker im RTL-Interview.

Nach einer umfangreichen Suchaktion war die Leiche des Mädchens in einer Parkanlage gefunden worden.