Mordprozess in Ingolstadt: 57-Jährige gesteht, Partner mit heißem Wasser getötet zu haben

Die 57-Jährige wollte ihrem Lebensgefährten einen "Denkzettel" verpassen. Nun steht sie wegen Mordes vor dem Landgericht Ingolstadt.
Die 57-Jährige wollte ihrem Lebensgefährten einen "Denkzettel" verpassen. Nun steht sie wegen Mordes vor dem Landgericht Ingolstadt.
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23. Juli 2018 - 12:51 Uhr

Lebensgefährte mit heißem Wasser umbebracht

Eine 57-Jährige hat vor dem Landgericht Ingolstadt zugegeben, ihren Freund nachts im Schlafzimmer mit heißem Wasser umgebracht zu haben. Das Motiv laut Anklage: Eifersucht. Der Mann wurde großflächig verbrüht und starb einige Tage später.

Wegen angeblicher Affäre: Sie wollte ihm "Denkzettel" verpassen

Zu Beginn des Mordprozesses gab der Verteidiger der Angeklagten am Montag eine Erklärung ab, dernach seine Mandantin die Tat einräumt. Sie habe ihrem Freund wegen einer angeblichen Affäre einen "Denkzettel" verpassen wollen und nicht gedacht, dass er daran sterben könne. Das bestätigte die Frau anschließend. Der Richter sagte, dass in dem Verfahren auch die Unterbringung der 57-jährigen Deutschen in einer Psychiatrie geprüft werden müsse.

Der 47 Jahre alte Freund war nach der Tat in eine Spezialklinik für Brandopfer in München gebracht worden, die Ärzte konnten den Mann aber nicht mehr retten. Etwa 70 Prozent seines Körpers waren teils bis in tiefe Hautschichten geschädigt. Er starb an Multiorganversagen. Die Strafkammer hat fünf Verhandlungstage geplant, das Urteil könnte am 31. Juli verkündet werden.

Quelle: DPA/RTL.de