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Morddrohungen gegen Claudia Roth (Grüne): "Täglich von Pegida und AfD angefeindet"

Claudia Roth, Grünen-Politikerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
Claudia Roth, Grünen-Politikerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages © imago/Deutzmann, Deutzmann / deutzmann.net, imago stock&people

Roth: Drohungen aus dem rechten Lager

Grünen-Politikerin Claudia Roth bekommt nach eigener Aussage Morddrohungen. Diese stammten aus dem rechten Lager und dem nationalistisch-religiösen Teil der türkischstämmigen Wählerschaft in Deutschland.

Claudia Roth wehrt sich

"Ich werde täglich aus den Reihen von Pegida und AfD angefeindet, bis zu Morddrohungen", sagte Roth der 'Rheinischen Post'. Sie wehre sich dagegen, notfalls juristisch. Es gelte: "Gesicht zeigen. Hingehen. Haltung beweisen. Sich nicht unterkriegen lassen". Bei der Gedenkfeier zum Brandanschlag in Solingen sei sie von Anhängern der Migrantenpartei BIG "heftig angepöbelt" worden, berichtete Roth. Dass sie verschwinden solle, sei noch der harmloseste Ausruf gewesen.

Roth sagte, dass sich ein Teil der türkischstämmigen Deutschen abgeschottet habe. "Das schwierige Verhältnis zwischen den jungen Türken, die Erdogan hinterherlaufen, aber in Deutschland alle Freiheiten genießen, und dem liberalen Teil der türkischstämmigen Community müssen wir ernst nehmen". Es gebe einen Rückzug einiger "in die vermeintliche heile Welt des konservativen Islam oder der türkischen Nation".

Politiker immer wieder Opfer von Bedrohungen

Bundesaußenminister Heiko Maas
Auch Bundesaußenminister Heiko Maas war bereits betroffen: "Morddrohungen mit Ort, Datum, Uhrzeit" © imago/photothek, Xander Heinl, imago stock&people

Morddrohungen gegen deutsche Politiker sind inzwischen trauriger Alltag. Der jetzige Bundesaußenminister Heiko Maas fand 2016 (damals Bundesjustizminister) eine Neun-Millimeter-Patrone in seinem Briefkasten seiner Privatwohnung. 

Gegen den thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) hat es im Zusammenhang mit der Diskussion über die Unterbringung von Flüchtlingen Morddrohungen gegeben.

Agrarminister Christian Schmidt traf es nach seinem Glyphosat-Alleingang. Der CSU-Politiker erhielt mehrere E-Mails mit Morddrohungen an sein Büro.

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