11. April 2019 - 12:16 Uhr

Mutter bat im TV um Verzeihung

Der Mord an der deutschen Urlauberin Miriam B. hat große Trauer und Entsetzen in Thailand hervorgerufen. Die 26-Jährige wurde auf der Insel Ko Si Chang vergewaltigt und ermordet. Nongluck Phosang, die Mutter ihres Killers, fordert einem Bericht des "Daily Star" zufolge die Todesstrafe für ihren Sohn Ronnakorn R. "Er hat die volle gesetzliche Bestrafung verdient und ich bin bereit, die Entscheidung des Richters zu akzeptieren", sagte sie laut dem Blatt. Wie Ronnakorn R. in  den Armen  seiner Mutter zusammenbricht - in unserem Video.

Todesstrafe bei Buddhisten höchst umstritten

Die "Neue Presse" hatte bereits berichtet, dass Miriams Mörder die Todesstrafe drohe. Allerdings sei unklar, ob sie auch vollstreckt werde, zitiert die Zeitung eine in Hannover lebende Anwältin aus Thailand. Da Buddhisten nicht töten sollten, sei die Todesstrafe sehr umstritten, heißt es. Bei grausamen Taten seien allerdings "Rache und der Vergeltungsgedanke vorrangig in der öffentlichen Meinung", sagte die Frau dem Bericht zufolge.

Breite Berichterstattung in thailändischen Medien

Nongluck Phosang
Nongluck Phosang, die Mutter des Mörders von Miriam B.
© rtl.de, RTLi, unbekannt

​Das Verbrechen hatte auch die thailändische Öffentlichkeit sehr bewegt. Viele Menschen versammelten sich auf der Insel Ko Si Chang an der Fundstelle von Miriams Leiche, um der jungen Frau mit einem Blumenmeer Respekt zu zollen.

Die Mutter des Killers hatte im thailändischen Fernsehen unter Tränen: "Ich bitte um Verzeihung" gesagt.

Thai-Killer führt Polizei an den Tatort

​In thailändischen Medien wird umfassend über den Mord berichtet. Kurz nach seiner Verhaftung stellte Miriams Killer die Tat für die Polizei noch einmal nach. Für europäische Maßstäbe ungewöhnlich ist auch die Veröffentlichung einer Tatortbegehung des Mörders mit der Polizei. Im Video sehen Sie die beunruhigenden Szenen.