12. Juni 2018 - 11:44 Uhr

Polizei: "Der hatte aus einem völlig anderen Grund Angst vor der Kontrolle"

Nach dem gewaltsamen Tod einer 15-Jährigen in Viersen ist ein erster Tatverdächtiger wieder auf freiem Fuß. Der Verdacht habe sich nicht erhärtet, sagte eine Polizeisprecherin: "Der hatte aus einem völlig anderen Grund Angst vor der Kontrolle und ist deswegen laufen gegangen." Weitere Details gab die Polizei vorerst nicht bekannt.

Opfer starb im Krankenhaus

Der 25-jährige Mann war bei einer Polizeikontrolle am Montag geflüchtet, er hatte sich dann aber gestellt. Nach dem Tod der 15-Jährigen hatten sich Polizei und Staatsanwaltschaft mit Ermittlungsdetails zunächst zurückgehalten. Das 15-jährige Mädchen war am helllichten Tag in einem Park der 75.000-Einwohner-Stadt niedergestochen worden. Ein unbeteiligter Mann hatte nach eigenen Angaben noch versucht, das blutüberströmte Mädchen zu retten. Die alarmierten Rettungskräfte brachten die 15-Jährige in ein Krankenhaus, wo sie wenig später starb.

Bekannter Ermittler untersucht Fall

Die Eltern hatten auf der Wiese, wo das Mädchen zusammenbrach, am späten Montagabend Gedenkkerzen aufgestellt. Eine Mordkommission unter Leitung des bekannten Ermittlers Ingo Thiel hat die Ermittlungen übernommen. Thiels Team hatte den Mordfall des 2010 getöteten zehnjährigen Mirco aufgeklärt. Die Polizei ruft in Viersen Zeugen auf, sich bei der Mordkommission zu melden. Sie werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02161 290 bei der Mordkommission zu melden.