Monet in der Pappschachtel

13. Februar 2016 - 22:40 Uhr

In einer Pappschachtel auf dem Speicher hat eine Frau jahrzehntelang ein großformatiges Gemälde von Claude Monet aufbewahrt. Aus Angst vor Dieben hängte sie das Werk im Wert von vielen Millionen Euro niemals auf. Schließlich schenkte sie es dem Wallraf-Richartz-Museum in Köln, allerdings mit der Auflage, dass es erst nach ihrem Tod ausgestellt werden dürfe. Mittlerweile ist die alte Dame gestorben, so dass das Museum das Bild der Öffentlichkeit vorstellen konnte.

Das in Violett- und Grautönen gehaltene Bild 'Frühlingsstimmung bei Vétheuil' von 1880 zeigt einen blühenden Pflaumenbaum im Seine- Tal. "Das Besondere an diesem Bild ist, dass man daran sieht, dass die Impressionisten nicht nur Schönwettermaler waren, sondern auch einen trüben Frühlingstag für ein schönes Bild nutzen konnten", erläuterte der Kurator Götz Czymmek.