25. Mai 2019 - 15:00 Uhr
Training für Sebstian Vettel nach 17 Minuten vorbei
Wenn es nicht läuft, dann läuft's nicht – und bei Sebastian Vettel läuft es gerade so gar nicht. Schon beim Trainingsauftakt zum Formel-1-GP in Monaco am Donnerstag war Ferrari chancenlos gegen Mercedes, Vettel kämpfte vor allem mit seinem nervösen Dienstwagen. Im 3. Freien Training endete dieser Kampf nach nur 17 Minuten in der Streckenbegrenzung. Vettel musste zuschauen wie er bis auf Platz 14 durchgereicht wurde.
Charles Leclerc hält Silberpfeile in Schach
Einziger Lichtblick für Vettel und die Scuderia: Charles Leclerc steuerte seinen roten Renner durch die Häuserschluchten seiner Heimat zur Bestzeit. In 1:11,265 Minuten lag er am Ende der 3,337 Kilometer 65 Tausendstel vor Mercedes-Mann Valtteri Bottas. Dessen Teamkollege Lewis Hamilton, am Donnerstag Tagesschnellster, musste sich bei der Quali-Generalprobe mit Platz 3 begnügen – knapp zwei Zehntel fehlten dem WM-Spitzenreiter zum Platz an der Sonne.
Auch Red-Bull-Pilot Max Verstappen lag mit 0,274 Sekunden in Schlagdistanz. Das verspricht für das Qualifying (15 Uhr live bei RTL & im Live-Stream bei TVNOW) einen engen Kampf um die Pole Position – falls Mercedes im 3. Freien Training auch wirklich alles gezeigt hat. Hamiltons Bestzeit vom Donnerstag zumindest war eine Zehntel besser als die von Leclerc in der letzten Trainingseinheit.
Rennkommissare schonen Lokalmatador Leclerc
Vettels Missgeschick ereignete sich in der der Sainte-Devote, der ersten Kurve nach Start- und Ziel: Beim Anbremsen blockiert das kurveninnere Rad, Vettel kann nicht einlenken und rutscht geradeaus in die Tecpro-Barrieren. Dabei ruiniert er sich nicht nur den Frontspoiler, sondern auch die linke Vorderradaufhängung - jede Menge Arbeit für die Mechaniker, die Vettels SF90 in den knapp zweieinhalb Stunden bis zum Qualifying wieder zusammenschrauben müssen.
Damit nicht genug: Fast hätte sich Leclerc im Zusammenhang mit dem Vettel-Crash eine Strafe eingehandelt: Die Rennkommissare untersuchten, ob der 21-Jährige während der virtuellen Safety-Car-Phase nach dem Vettel-Unfall zu schnell unterwegs war. Im schlimmsten Fall hätte das eine Rückversetzung in der Startaufstellun nach sich ziehen können. Doch die Stewarts beließen es am Ende bei einer Verwarnung für den Lokalmatadoren.
Wieder nicht in die Gänge kamen die Renault-Piloten: Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo verpassten mit knapp 1,2 Sekunden Rückstand auf den Plätze 11 und 12 die Top 10. Dagegen schaffte es GP-Jubiliar Kimi Räikkönen wie schon am Donnerstag mit seinen Alfa Romeo auf Platz 9. Der Finne nimmt in Monte Carlo an seinem 300. Grand Prix teil.
Das Freie Training und Qualifying im TV bei RTL & im Live-Stream bei TVNOW sehen