Er ist der Held von Bayreuth

Mohamad Ali K. erzählt: So rettete ich die junge Frau aus dem Vergewaltiger-Haus

Shishabar
Shishabar

28. Januar 2020 - 21:47 Uhr

Sie sagte, die Täter hätten „böse Sachen“ mit ihr gemacht

Mohamad Ali K. ist ein mutiger Mann, er hat mit seinem Eingreifen bei der Vergewaltigung einer 22-Jährigen in Bayreuth wohl noch schlimmeres Leid für die junge Frau verhindern können. RTL-Reporterin Michaela Johannsen konnte mit ihm sprechen. Er bat uns darum, kein Foto von ihm zu zeigen.

Bescheidener Helfer sieht sich nicht als Held

"Er kennt den Shishabar-Besitzer Ali A, der als als einziger über dem Lokal wohnt", berichtet sie. Das Opfer hat Mohammed zuvor nie gesehen, so unsere Reporterin. "Er hat mit ihr nur Englisch sprechen können. Ihr Name ist Nina." Nach RTL-Informationen kommt die 22-Jährige aus Slowenien.

"Die junge Frau hat gesagt, die Täter hätten "böse Sachen" mit ihr gemacht", erzählt Mohamad Ali K.. "Ich könnte niemals wegschauen, ich wurde so erzogen, mit Nächstenliebe. Es sollte zur Selbstverständlichkeit gehören. Ich sehe mich nicht als Held", so der bescheidene Retter.

Sie war verstört, hat gezittert und weinte

Sein Eingreifen schildert er so: "Ich habe die Scheibe mit der flachen Hand eingeschlagen und habe mich an der Hand verletzt. Unten habe ich einen Mann in der Bar gesehen, einer ging vor die Tür. Die Schreie kamen von oben. Ich sah das Mädchen am Boden. Ihr Jeansrock war hochgerutscht ihre Bluse hing herunter und war aufgerissen", berichtet er weiter.

Als er zwei Männer vor dem Opfer sah, habe er gedacht: Warum haben die ihr nicht geholfen? "Ich musste dann einen der beiden Männer wegschubsen, der andere ist abgehauen. Dann bin ich mit dem Mädchen die Treppe runter. Sie war verstört, hat gezittert und wollte nicht, dass ich die Polizei rufe. Sie hat sich geschämt", sagt ihr Retter.

Er weiß, dass die junge Frau keinen Grund hat, sich zu schämen und alarmiert die Polizei.