Mörder Pedro Holzhey spricht über sein Leben nach der Entlassung aus dem Knast

Pedro Holzhey saß wegen Mordes 15 Jahre im Gefängnis

Pedro Holzhey ist ein verurteilter Mörder. 15 Jahre lang saß er im Gefängnis, weil er seine Ehefrau mit einem Hammer erschlagen hat. Ihre Ehe soll zerrüttet gewesen sein, und als seine Frau droht, ihm die achtjährige Tochter wegzunehmen, tickt er aus.

Mord an seiner Ehefrau war Kurzschlussreaktion

Es war der 2. November 2011, an dem Pedro Holzhey zu einem Mörder wurde. Der damals 44-Jährige war in einen Streit mit seiner Ehefrau geraten. Keine Seltenheit, denn die Ehe war zerrüttet, so Holzhey. Der ehemalige Diplom-Ingenieur hatte eine Geliebte, seine Frau fand es heraus. Wütend sagte sie, sie würde ihm das Sorgerecht für die achtjährige Tochter entziehen lassen. Da rastete Pedro Holzhey aus. Mit einem Hammer schlägt er 12mal auf seine Frau ein - bis sie ruhig ist.

"Es war, wie wenn ein Fass explodiert", sagt der verurteilte Mörder. Warum er im entscheidenden Moment nicht von seiner Frau abgelassen hat, das könne er sich bis heute nicht erklären.

15 Jahre Gefängnis haben Pedro Holzhey verändert

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15 Jahre lang kannte Peter Holzhey dieses Tor und diese Mauern nur von der anderen Seite.

Seine Haftstraße hat der nun 60-Jährige abgesessen. Seit einem Jahr ist er wieder auf freiem Fuß und lebt in München, doch auf das Leben nach der Haft habe ihn das Gefängnis nicht vorbereitet, so Holzhey.

Die Resozialisierung sollte eigentlich ein wichtiger Teil des Strafvollzugs sein. Und doch fällt vielen Häftlingen das Leben nach dem Gefängnis schwer. Fast die Hälfte wird wieder straffällig.

"Wenn ich hunderte von jungen Männern zusammen einsperre auf engstem Raum, dann ist es schon eine Art von Sozialisierung, aber keine Sozialisierung in die Gesellschaft, die wir uns wünschen, sondern eine Parallelgesellschaft", sagt der ehemalige Gefängnisdirektor Dr. Thomas Galli.

Was Pedro Holzhey heute macht und was er über seine Zeit im Gefängnis sagt, erfahren Sie im Video.