Polizei Mönchengladbach ermittelt wegen Mordversuchs

Männer liefern sich wilde Verfolgungsfahrt - mit bösem Ende

Großeinsatz wegen Verfolgungsjagd in Mönchengladbach (Symbolbild)
© dpa, Arno Burgi

18. September 2020 - 22:23 Uhr

Verfolgungsjagd in Mönchengladbach: Polizei löste Großalarm aus

Großalarm in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Mönchengladbach: Zeugen melden der Polizei eine rasante Verfolgungsjagd zwischen zwei Autos – inklusive Unfällen und einem angefahrenen Passanten. Weil sie eine Amokfahrt nicht ausschließen können, rücken die Beamten zahlreich aus. Hinterher stellt sich heraus: Zwei Autos lieferten sich eine Verfolgungsjagd, rammten sich mehrmals. Jetzt geht es sogar um versuchten Mord.

Eins der Autos hielt direkt auf seine Kontrahenten zu

Nach derzeitigem Stand der der Ermittlungen sei es im Verlauf der Viersener Straße zu mehreren Zusammenstößen zwischen den beiden beteiligten Autos gekommen, heißt es von der Polizei. In Höhe einer Brücke sollen die Insassen aus einem der Autos, einem VW, schließlich geflüchtet sein. Das andere Auto hielt offenbar direkt auf die Männer zu und erfasste einen 27-jährigen Mann. Er wurde bei der Aktion schwer verletzt, Lebensgefahr besteht aber laut Polizei nicht. Von dem anderen Auto fehlt seitdem jede Spur.

Außerdem E-Bike-Fahrer verletzt, parkende Autos gerammt

Jetzt fahndet die Polizei nach dem Fahrer des anderen Autos. Die genauen Hintergründe seien allerdings noch unklar. Man gehe davon aus, dass die Widersacher sich kannten. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen versuchten Mordes.

Bei der Verfolgungsjagd wurde außerdem ein E-Bike-Fahrer angefahren und leicht verletzt, auch sechs geparkte Autos wurden offenbar gerammt. Zeugen hätten auch Schussgeräusche gemeldet, so die Polizei. Derzeit sei aber unklar, ob es wirklich Schüsse gegeben habe.

Wer hat etwas gesehen?

Die Mordkommission fragt: Wer hat weitere Beobachtungen zu dem Tatgeschehen gemacht? Wer kann Angaben zu beteiligten Personen, Fahrzeugen und/oder Hintergründe der Tat machen? Hinweise bitte an 021611-290.