Modeschule Berlin stellt Schutzmasken her

31. März 2020 - 12:50 Uhr

Berufliche Schulen in Berlin wollen angesichts der Corona-Pandemie Schutzmasken herstellen. Die Modeschule Berlin habe bereits mit der Produktion von zunächst 1000 Masken für Nase und Mund begonnen, teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Dienstag mit. An der Schule, ein Oberstufenzentrum für Bekleidung und Mode in Kreuzberg, haben Lehrkräfte Prototypen hergestellt. "Jetzt wird zugeschnitten und dann genäht." Die Masken sollen an Krankenhauspersonal gehen.

"Ich freue mich sehr, dass die Initiative zur Herstellung der Schutzmasken aus der Schule selbst kam", sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). "Das ist ein hervorragendes Signal in diesen schwierigen Zeiten: Jeder und jede hilft dort, wo er oder sie am besten kann."

Auch die Stiftung Lette Verein, unter deren Dach verschiedene Berufsausbildungen möglich sind, bereitet die Herstellung von Schutzmasken vor. Das Land Berlin kauft nach Angaben der Bildungsverwaltung von gemeinnützigen Anbietern oder staatlichen Werkstätten solche Mundschutzmasken für zwei Euro das Stück auf.

Auch mehrere Theaterwerkstätten fertigen einfache Schutzmasken. Erste Aufträge hat zum Beispiel der Berliner Bühnenservice, der normalerweise für Opernhäuser und das Staatsballett arbeitet. Rund 300 Masken seien für ein Alten- und Pflegeheim genäht worden, sagte Geschäftsführer Rolf D. Suhl der Deutschen Presse-Agentur. Rund 300 weitere sollen für ein zweites Heim entstehen. Am Berliner Maxim Gorki Theater nähen 15 Mitarbeiter Masken für Mund und Nase, auch am Deutschen Theater in der Hauptstadt gibt es solche Pläne. Am Theater an der Parkaue sind sechs Mitarbeiter damit beschäftigt.

Quelle: DPA