Moderatorin Liza Wahl kündigt vor der Kamera

07. März 2014 - 16:16 Uhr

Warum Liza Wahl live ihren Job hinschmeißt

Weil sie nicht länger für eine Putin-freundliche Berichterstattung arbeiten will, schmeißt die Nachrichtenkorrespondentin Liza Wahl live auf Sendung ihren Job hin. Und damit ist sie nicht die einzige.

"Ich glaube an die Verbreitung der Wahrheit - und deshalb werde ich nach dieser Nachrichtensendung kündigen" - mit diesen Worten verabschiedet sich die Moderatorin Liza Wahl während einer Sendung von ihrem Job. Bis dato arbeitete sie für einen russischen Sender in Amerika. Mit diesem mutigen Schritt will sich die Korrespondentin von der Putin-freundlichen Berichterstattung des Senders distanzieren.

Tatsächlich ist Liza Wahl mit diesem Schritt jedoch nicht allein. Immer öfter trauen sich Angestellte vor der Kamera ihren Job zu kündigen. Die Journalistin Marina Shifrin drehte einen Kurzfilm, in dem sie ihrem Chef ziemlich unmissverständlich klar macht, was sie von ihrem Job hält und hängt ihn damit gleichzeitig an den Nagel. Den Film stellte sie dann für alle sichtbar ins Netz. Ihr Chef antwortete darauf sogar ebenfalls mit einem selbstgedrehten Video, in dem er gemeinsam mit seinen Angestellten direkt einen Appell für neue Bewerber loswird.

Und auch der Hotelangestellte Joey teilt seinem Boss vor der Handykamera mit, dass er die längste Zeit für ihn gearbeitet hat. Die neu gewonnene Freiheit wird kurze Zeit später direkt mit Blaskapelle und Freunden gefeiert.

Ohne Zweifel sind diese Wege der Kündigung ein mutiger Schritt, den sich wohl nicht jeder trauen würde. Im Falle von Liza Wahl aber steht hinter der öffentlichen Kündigung auch noch ein politisches Statement.