Rundbrief sorgt für Empörung

Mitschüler ohne Maske? Schulleiter fordert zum Petzen auf

14.09.2020, Baden-Württemberg, Hemmingen: Ein Mund- und Nasenschutz liegt am ersten Schultag des neuen Schuljahres in einer Grundschule auf einem Mäppchen. Unter Ausnahmebedingungen und ungewissen Vorzeichen starten 1,5 Millionen Schüler und mehr als
Maske auf Federmappe
scg htf, dpa, Sebastian Gollnow

Mitschüler ohne Maske beim Schulleiter melden

Der Schulleiter der FSCO Moormerland hat in einem Rundbrief Eltern und Schüler gebeten, Kinder ohne Maske, etwas im Bus, bei der Schulleitung zu melden. Das berichten sowohl die Nordwest-Zeitung als auch die Ostfriesen-Zeitung. Doch die Aufforderung Mitschüler zu verpfeifen sorgte nicht bei allen Eltern für Verständnis.

Unglückliche Wortwahl? Schüler als Täter bezeichnet

Vor allem eine Formulierung stieß den Eltern dabei angeblich übel auf: Der Schulleiter soll angeblich in der Email das Wort „Täter“ benutzt haben. Diese würden wegen des Nicht-Tragen einer Maske von der Bus-Fahrt zur Schule ausgeschlossen. Später entschuldigte sich der Schulleiter für diese etwas „unglückliche“ Wortwahl.

Petzen via Formular

Für das Melden der Schüler würde laut Rundbrief nur eine Mail reichen, oder das direkte Nennen im Schulsekretariat. Schulleiter Christian Hunsmann begründete seinen Rundbrief damit, dass es zum Beispiel Schüler geben würde, die Angst vor Kindern ohne Maske haben würden. Inzwischen planen Schulleiter und Elternrat ein zeitnahes Gespräch. Bis dahin soll erstmal niemand petzen.