Mitschüler gequält - Prozess gegen Schmerzensgeld eingestellt

23. April 2014 - 8:59 Uhr

Über viele Monate wurde ein Teenager durch drei Schulkameraden gequält - jetzt ist der Prozess deswegen gegen Zahlung von Schmerzensgeld vorläufig eingestellt worden. Zwei Angeklagte müssen jeweils 750 Euro, ein dritter Angeklagter 500 Euro an das Opfer zahlen, beschloss das Landgericht Halle in Sachsen-Anhalt .

Die drei Angeklagten im Alter von 20 bis 22 Jahren hatten nach anfänglichem Schweigen gestanden, von März 2010 bis November 2011 ihren Mitschüler unter anderem mit einem Baseballschläger, Hammer und Stöcken geschlagen und verletzt zu haben. Zudem haben sie ihn gefesselt und mit einer Softgun-Waffe beschossen, sowie ihm Zigaretten auf dem Arm ausgedrückt. Sie entschuldigten sich dafür bei dem heute 19-Jährigen im Gericht. Die Übergriffe seien aus der Dynamik einer Gruppe heraus geschehen.