Mitschüler fertigt Zack (6) eine Handprothese per 3D-Drucker und verändert dadurch dessen Leben

15. März 2017 - 11:22 Uhr

Eine neue Hand - für nicht mehr als 50 Dollar

Zack Robbins, ein sechsjähriger Schüler aus dem US-Bundesstaat Texas wurde nur mit einer Hand geboren. Fahrradfahren oder die Schuhe binden? Für die meisten Kinder ganz normal, doch für ihn schlichtweg unmöglich. Bis jetzt! Ein älterer Mitschüler fertigte mit Hilfe eines 3D-Druckers eine Handprothese für ihn und verhalf dem Sechsjährigen so zu neuer Lebensqualität.

Es war eine waschechte Premiere für den Zack: Zum ersten Mal konnte er seinem Gegenüber auch die rechte Hand reichen. Für den Schüler war das ein unglaubliches Gefühl. Denn er kam nur mit einer Hand zur Welt. Doch jetzt kann er endlich tun, was für andere Menschen völlig selbstverständlich ist: Mit beiden Händen Dinge berühren, bewegen, anheben.

Möglich gemacht hat das ein älterer Mitschüler von Zack: Justin Cantu geht bereits in die zehnte Klasse und beteiligt sich an einem Forschungsprogramm der Schule, das die Entwicklung von Handprothesen unterstützt. Normalerweise kosten Prothesen dieser Art in den USA rund 15.000 Dollar - für viele Betroffene eine nicht zu stemmende Summe. Diesen Missstand soll das Forschungsprojekt wettmachen, denn dort werden Handprothesen mit Hilfe von 3D-Druckern gefertigt. Bei dieser Herstellungsmethode liegen die Kosten für die künstlichen Körperteile bei nicht mehr als 50 Dollar.

Also begann Justin eine Handprothese für den kleinen Zack zu entwerfen, die seinen Alltag für immer verändern sollte: "Wir haben sie individuell an seine Arm- und Handgröße angepasst. Die Mechanik befindet sich unter seiner Handfläche. Wenn er sie bewegt, schließt die Hand", erzählte Justin Cantu später.

Nicht nur Zack, sondern auch seine beiden Eltern sind für dieses Geschenk mehr als dankbar und zeigten sich überglücklich. Doch auch für Justin war der Bau der Handprothese eine Herzensangelegenheit: "Das ist ein Projekt, das ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass ich ihm helfen konnte."

Der Sechsjährige hat nun also allen Grund zum Jubeln. Und das kann er ja jetzt sogar mit zwei Händen.