RTL News>News>

Mitarbeiter der Stadt Celle vergasten Maulwürfe im Stadtgarten

Verantwortliche reagieren auf Shitstorm

Mitarbeiter der Stadt Celle vergasten Maulwürfe im Stadtgarten

Mitarbeiter der Stadt Celle vergasen Maulwürfe Shitstorm: Das sagen Verantwortliche
01:14 min
Shitstorm: Das sagen Verantwortliche
Mitarbeiter der Stadt Celle vergasen Maulwürfe

30 weitere Videos

Tödliche Aktion gegen Maulwürfe in Celle

Um die Maulwürfe im Französischen Garten loszuwerden, hat die Stadt Celle offenbar jahrelang Gift gegen die geschützten Tiere eingesetzt - und einen Shitstorm ausgelöst. Es hätte auch andere Lösungen gegeben, die Tiere zu vertreiben. Wir zeigen im Video, warum die Maulwürfe qualvoll sterben mussten und was die Verantwortlichen der Stadt dazu sagen.

Die Tierchen stehen unter Artenschutz

Die Aufnahmen, die ein Passant im niedersächsischen Celle machte, sind schrecklich: Ein Maulwurf kämpft um sein Leben. Das Tier wurde vergast, weil es sich im Schlossgarten der Stadt Celle heimisch gemacht hat. Veranlasst hatte das die Stadt selbst, obwohl die Tiere unter Artenschutz stehen. Seit das Video des sterbenden Maulwurfs in Umlauf ist, machen viele der Stadt schwere Vorwürfe.

Was sagt die Stadt selbst dazu? Exklusiv haben sich die Verantwortlichen vor unserer Kamera zu dem Skandal geäußert.

Stadt erteilte sich selbst die Genehmigung

Im Französischen Garten haben sich etwa zehn Maulwürfe niedergelassen. Die Hälfte davon ist jetzt offenbar tot. Und die Genehmigung, die die Stadt für die Ausrottung braucht, hat sie sich über Umwege einfach selbst erteilt. Wer das privat im eigenen Garten macht, dem droht übrigens ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.

Als Begründung für die Beseitigung der Hügel und am Ende auch der Maulwürfe gibt die Stadt ihre Verkehrssicherungspflicht an. Das heißt: Die Hügel auf den Rasenflächen seien Stolperfallen. Zwei Zivilklagen gegen die Maulwurf-Tötungen wurden eingereicht. Tierschützer hatten dazu aufgerufen, dem Bürgermeister E-Mails zu schreiben. Die verfehlten zwar ihre Wirkung nicht, doch wie die „Cellesche Zeitung“ berichtete, hatte Bürgermeister Jörg Nigge (CDU) keine Schuld an der Aktion.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattformtwitter, der den Artikel ergänzt. Sie können sich den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden. Weitere Einstellungenkönnen Sie imPrivacy Centervornehmen.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Es gibt viel harmlosere Methoden, die Tiere loszuwerden

Laut Umweltschützern gibt es viel harmlosere Methoden, die halbblinden Tunnelgräber loszuwerden. Krach und Erschütterung mögen sie zum Beispiel nicht. Und auch Gestank vertreibt sie. Einfach einen Lappen, getränkt in Buttersäure, in den Tunnel stecken. Das helfe super, sagt Umweltexperte Heinrich Lammers.

Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge äußerte sich auf Facebook in seiner Rubrik „Klartext“ zum Thema. Demnach sollten die verbliebenen Tiere nun sanft vertrieben werden. „Ich habe an uns als Verwaltung einen anderen Anspruch eines ethischen und moralischen Handelns und werde diese Vorgehensweise in der Stadt Celle für die Zukunft ausschließen, so der CDU-Politiker.