Mit Wehwehchen in die Notaufnahme - Gefahr für Notfallpatienten

29. Mai 2014 - 20:11 Uhr

Bagatellfälle drohen die Versorgung der echten Notfälle zu verstopfen

In vielen Krankenhäusern ist der Wahnsinn los, was sowohl für Notfall-Patienten als auch für das Personal eine enorme Belastung bedeutet und damit gefährlich ist. Immer mehr Menschen kommen auch mit leichteren Verletzungen oder Erkrankungen direkt in die Klinik, statt erst einmal einen niedergelassenen Arzt zu konsultieren.

Hier ist es ein Verdauungsproblem, da ein Insektenbiss - nichts davon ist lebensbedrohlich, und doch kommen Patienten damit in die Notaufnahmen, statt zu ihrem Hausarzt zu gehen. Wehwehchen, die eigentlich nicht in die Notaufnahme gehören. Inzwischen ist es jeder fünfte Patient, der mit Bagatellen kommt, und der Anteil wird immer größer. Die Folge: Diese Fälle drohen die Versorgung der echten Notfälle zu verstopfen.

Seit die Politik die Budgets der niedergelassenen Ärzte deckelt, weichen Patienten zunehmend in die Notaufnahmen der Krankenhäuser aus. Abhelfen soll eine bundesweit gültige Telefonnummer für den hausärztlichen Bereitschaftsdienst: Wer 116 117 wählt, soll schnellstens an einen Hausarzt in seiner Nähe vermittelt werden. Das Problem: Die Nummer kennt kaum jemand.