Mit Traumtor! Prinz Poldi tritt ab!

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24. März 2017 - 16:23 Uhr

Es ist der perfekte Abschied: Mit dem 49. Länderspiel-Treffer beendet Lukas Podolski seine Karriere im DFB-Team. Beim 1:0 im Klassiker gegen England ist der 31-Jährige der gefeierte Held.

Bei seinem emotionalen Abschied aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ließ sich Lukas Podolski minutenlang mit der Kölner Stadtfahne in der Hand feiern und wurde von seinen Teamkollegen in die Luft geworfen. Der Matchwinner krönte die Party mit einem Traumtor und schoss das Team von Bundestrainer Joachim Löw in seinem 130. Länderspiel zum 1:0 (0:0) gegen England.

"Dass es am Ende so läuft, ist wie im Film: Ich mache das 1:0 und wir gewinnen das Ding", sagte Podolski. Der Fernschuss-Kracher in der 69. Minute war das 49. Tor und der perfekte Schlusspunkt in der einzigartigen DFB-Karriere des Weltmeisters. Unter tosendem Applaus der 60 901 Zuschauer in Dortmund beendete die Kölner Frohnatur am Mittwochabend 15 Minuten später seine Länderspiellaufbahn mit der schwarz-rot-goldenen Kapitänsbinde am Arm, ging grinsend vom Feld und herzte nach seiner Auswechslung Bundestrainer Joachim Löw. "Es ist ein Drehbuch, das ich nicht besser hätte schreiben können", sagte Thomas Müller. "Mir als Regisseur wäre das nur zu kitschig, das glaubt dir ja keiner."

"Danke Dortmund, danke Köln und danke Deutschland!"

Dieser Abschluss für den Lieblingsschüler von Löw war lange in Gefahr. England war gegen die ohne mehrere Stammkräfte angetretene DFB-Elf das klar besser Team mit den deutlich besseren Chancen. Mehrfach musst Marc-André ter Stegen in höchster Not retten. Am Ende stand aber nicht nur der erste Heimsieg gegen die Three Lions seit 30 Jahren, sondern auch ein Rekord in der Länderspielgeschichte. Seit 648 Minuten ist Deutschland nun ohne Gegentor.

Erstmals in seiner Karriere führte Podolski das Nationalteam als Kapitän aufs Spielfeld, winkte mit dem DFB-Wimpel ins Publikum und bedankte sich über das Stadionmikro für "13 geile Jahre mit dem Adler auf der Brust": "Danke Dortmund, danke Köln und danke Deutschland!"