Differenzen über Club-Ausrichtung

Mit sofortiger Wirkung: Hoffenheim trennt sich von Schreuder

09. Juni 2020 - 13:51 Uhr

Schreuder muss bei Hoffenheim gehen

Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim hat sich überraschend von Trainer Alfred Schreuder getrennt. Wie der Club mitteilt, einigte sich die TSG mit dem 47 Jahre alten Niederländer darauf, dessen bis zum 30. Juni 2022 laufenden Vertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen.

Noch gute Chancen auf Europapokal

Als Grund für die Trennung gaben die Hoffenheimer "Differenzen über die Ausrichtung des Clubs sowie den weiteren gemeinsamen Weg" an.

Schreuder war erst im vergangenen Sommer vom niederländischen Spitzenclub Ajax Amsterdam zur TSG gestoßen und hatte die Nachfolge von Julian Nagelsmann angetreten. Von Oktober 2015 bis Januar 2018 hatte er jedoch bereits als Co-Trainer in Hoffenheim gearbeitet. Vier Spieltage vor Saisonende hat der Club auf Rang sieben noch gute Chancen auf das Erreichen des Europapokals.

Zusammenarbeit machte "keinen Sinn mehr"

"In wichtigen Detailfragen waren wir unterschiedlicher Auffassung, so dass eine Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus keinen Sinn mehr macht", erklärte Sportchef Alexander Rosen.

Schreuder sagte: "Ich bedauere diese Entwicklung. Dass man unterschiedliche Meinungen hat, ist im Berufsleben aber nun einmal nicht ungewöhnlich. Man muss dann ehrlich miteinander sein und die entsprechenden Konsequenzen ziehen." Auch dessen Bruder und Co-Trainer Dick Schreuder (48) verlässt den Club.

Für den Rest der laufenden Saison verteilt Hoffenheim die sportliche Verantwortung auf mehrere Schultern. Das aktuelle Trainerteam um Matthias Kaltenbach, Michael Rechner und Timo Gross wird um den Fußballlehrer Marcel Rapp sowie den ehemaligen TSG-Profi Kai Herdling aus der klubeigenen Akademie erweitert.

SID/RTL.de