22. April 2019 - 14:20 Uhr

Allergische Schocks, Asthma und Rötungen

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners bilden in den kommenden Wochen wieder ihre gefährlichen Brennhaare aus. Kommen Menschen mit ihnen in Berührung, können sie Juckreiz, Asthma, allergische Schocks und Rötungen auslösen. Daher gehen schon jetzt viele deutsche Kommunen gegen die Raupen vor.

Mit Hubschraubern gegen Raupen

Der Schädling ist an den typischen Nestern zu erkennen, die sich wie ein weißes Gespinst oder dichtes Spinnennetz um starke Äste oder Astgabeln herumlegen. 

Alleine in Frankfurt sollen nach Angaben des Umweltdezernats ab Ende April 6.000 Einzelbäume in Kitas, Schulen oder Parkanlagen behandelt werden. Hinzu kommen 150 Hektar Waldfläche, für die Hubschrauber eingesetzt werden. Aber auch andere Städte gehen mit Spezialfirmen gegen die Schmetterlingsraupe vor.

2019 wird es eine starke Population geben

Die Anzahl der Raupen hänge davon ab, wie sich das Wetter entwickele, sagte der Mainzer Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr: "Trockenes und warmes Wetter spielt den Eichenprozessionsspinnern in die Karten." 

Aufgrund der Wetterprognosen rechne er in diesem Jahr mit einer starken Population. Sollte im öffentlichen Raum ein Nest gemeldet werden, werde die Stadt eine Fachfirma beauftragen, die es absauge und verbrenne. Im vergangenen Jahr hätten solche Fälle die Stadt Mainz etwa 10.000 Euro gekostet. Für Nester auf Privatgrundstücken seien die Besitzer verantwortlich.​

Auf keinen Fall berühren!

Das Nesselgift, das sich in den Härchen der Raupe befindet, kann bei Berührungen mit der Haut oder den Schleimhäuten zu Rötungen, Asthma-Anfällen und allergischen Schocks führen. Der Schädling ist an typischen Nestern zu erkennen, die sich wie ein weißes Gespinst oder dichtes Spinnennetz um starke Äste oder Astgabeln in Eichen herumlegen.

Wir erklären, wie Sie nach einem Kontakt mit den Haaren der Raupe am besten reagieren. 

Die Nester sehen ähnlich aus wie bei der harmlosen Gespinstmotte. Der Eichenprozessionsspinner selbst ist ein unscheinbarer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von gerade einmal 25 bis 30 Millimetern.