Mit GoPro-Helmkamera sind Skifahrer risikobereiter

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23. August 2019 - 15:09 Uhr

Zahl der Zusammenstöße gestiegen

GoPros sind total in. Immer mehr Freizeitsportler und da vor allem Skifahrer sind mit den hochmodernen Helmkameras unterwegs. Jetzt beginnt die Skisaison wieder. Die Pisten sind ohnehin schon voll, doch die Betreiber sehen ein weiteres Problem: Mit Helmkamera auf dem Kopf nehmen die Skifahrer ein größeres Risiko in Kauf. Schließlich sollen die Aufnahmen möglichst spektakulär sein.

Im vergangenen Jahr haben sich rund 43.000 Deutsche bei Ski-Unfällen verletzt. Gestiegen ist die Zahl der Zusammenstöße. Und das könnte auch an den Kameras liegen.

Zu viel Konzentration aufs Filmen

Serafin Siegele, der Pistenchef der Silvrettaseilbahn AG in Ischgl, erläutert das Problem: "Das Risiko ist einfach, dass der Fahrer sich viel aufs Filmen konzentriert und nicht mehr so auf die Piste - dass er einfach waghalsiger ist, mehr Risiko eingeht."

Die Kamera selbst kann auch zu Verletzungen führen. "Im schlimmsten Fall kann die Kamera durch einen Aufschlag in die Struktur des Helms eingedrückt werden - die Struktur des Helms so zerstören, dass jegliche Dämpfungs- und Schutzfunktion für den Kopf dahin ist", so Helge Gützlaff vom Helm-Hersteller Alpina.

Und dann wird aus der Helm-Kamera ein echtes Sicherheitsrisiko.